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Reviews für Rote Strümpfe

Name: Kontikinx1404 (angemeldet) · Datum: 03.01.21 21:18 · Für: Kapitel 1
Du hast eine sehr emotionale, aber auch traurige
Geschichte geschrieben. Mir erschließt sich jetzt nicht so ganz warum Tom die Schuld für Mirals Tod bei sich sucht. Die Details, wie die Gartenerde an der Tapete, haben mir gut gefallen. Auch die rückblickende Erzählweise finde ich gut.

Antwort des Autors: Hallo und vielen Dank für deine Rückmeldung. :-) Es freut mich sehr, dass es dir gefallen hat. Die Frage nach Toms Schuld ist sicher keine einfache. Betrachtet man es rational, sind seine Schuldzuweisungen wohl falsch und unnötig. Tom aber ist nicht in der Lage es rational zu betrachten - so wie wir es als Außenstehende können. Er ist in seiner tiefen Trauer gefangen und das macht es ihm unmöglich, die Situation zu überdenken. Für ihn steht fest: Er hat den Befehl gegeben, aus dessen Konsequenz Miral stirbt (wenn dazwischen auch zig andere Eventualitäten liegen) und damit ist es seine Schuld.


Name: Racussa (angemeldet) · Datum: 29.12.20 15:40 · Für: Kapitel 1
Eine sehr eindrückliche Erzählung. Zwar kann ich auch den letzten Zeilen nicht entnehmen, dass Tom absichtlich Miral getötet hätte, um damit etwas Besseres zu erreichen, aber die Interaktionen sind sehr einfühlsam geschrieben. Bei mir kam im Hintergrund auch gleich wieder die Episode 'Die Schwelle' auf, wo Tom seine und Kathryns Kinder auf dem Planeten zurücklässt, ohne auch nur einmal darauf später Bezug zu nehmen. Auch die Geschichte von T'Pol, Trip und ihrem Kind flammt wieder auf. Besonders eindrucksvoll ist das Vorwort, dass deine große Sensibilität für Betroffene ausspricht.

Antwort des Autors: Vielen Dank für deine Rückmeldung. :-) Die genauen Umstände von Mirals Tod habe ich absichtlich im Dunkeln gelassen. Klar ist nur, dass er Folge eines Befehls von Tom war, welchen er während einer Kampfhandlung trifft. Man kann also sicher nicht davon sprechen, dass Tom sie absichtlich getötet hat. In dem Moment, in dem er sich gezwungen sieht, in einem Feuergefecht (vor welchen Hintergründen auch immer) einen Befehl zu geben, hat er sicher nicht direkt den Tod seines an Bord befindlichen Kindes gedacht. Er hat seine Pflicht getan - und die fordert ihre Opfer. Nicht wenige kostet sie in Star Trek gar das Leben. Was ich mit meiner Geschichte ausdrücken wollte (rein in Bezug auf das Challenge-Thema) ist, dass eben jene Pflicht manchmal sogar einen noch höheren Preis fordert. Wie gut oder schlecht die Absichten dahinter tatsächlich sind, ist aus Toms Sicht wohl eher unwichtig. Genauso wie es für ihn keinerlei Bedeutung hat, dass er Miral rational betrachtet nicht absichtlich getötet hat. Seine Schuld lässt es ihn als Mord empfinden. Bzgl. deiner Gedanken an die genannten Folgen muss ich sagen, dass ich diese gar nicht hatte. Aber jetzt, da du es sagst, kann ich die Assoziation nachvollziehen. Allerdings kann ich dir bzgl. der Aussage, Tom hätte seine und Kathryns Kinder zurückgelassen, nicht zustimmen. Das war wohl eher Chakotays Entscheidung. Selbstverständlich hätten Kathryn und Tom dem im Nachhinein widersprechen können (eine weitere FF-Idee ;-)), aber das war den Produzenten wohl doch zu heikel...Wie gesagt - danke für deine Rückmeldung. Und ja, das Vorwort war mir wichtig. Ich möchte nicht, dass sich Jemand durch diese Story angegriffen oder unverstanden fühlt. Es ist ja doch ein emotional sehr heikles Thema. Einen guten Rutsch wünsche ich dir! Liebe Grüße USS-Stories


Name: Xella Sky (angemeldet) · Datum: 21.12.20 16:08 · Für: Kapitel 1

Hallo USS-Stories.

Was für eine traurige und zu Herzen gehende Geschichte! Darf ich dir trotzdem schreiben, wie sehr es mich freut, dass du einen Beitrag zur Opfer-Challenge verfasst hast?!

Die arme Familie Paris-Torres: den Verlust eines Kindes überwindet man tatsächlich nur schwer, wenn überhaupt. Und die beiden haben (leider) kein zweites Kind, das sie ins Leben zurückholen könnte.

Der Geburtstag ist natürlich ein guter Anlass für eine Gedenkfeier, aber du machst gut deutlich, wie schwer es den Eltern fällt, das Mittrauern und das Mitgefühl auszuhalten. Tom ist der typisch Trauernde, der in seinem Leid grob zu anderen wird, siehe Kathryn. Um die Ehe von B'Elanna und ihm tut es mir leid. Man hört heraus, dass sie entweder getrennt sind, oder nebeneinander her leben, ohne sich auszusprechen oder psychologisch betreuen zu lassen.

Bei den roten Socken musste ich gleich an die sogenannten Red Shirts denken, die in vielen Star Trek Folgen geopfert wurden. Sicher kein Zufall, oder? Nur, dass es um vieles schlimmer ist, wenn ein Familienmitglied aufgrund einer beruflichen Entscheidung leidet bzw stirbt. Tom musste das erleben, was für Sternenflottenmitglieder Pflicht oder zumindest Berufsrisiko ist: sich dem Tod stellen für eine übergeordnete Sache. Um seiner selbst willen hoffe ich, dass er mit dem Zählen der Tage aufhören wird, denn die Zahl wird zu seinen Ungunsten immer mehr anwachsen.

Toll fand ich die Idee mit Harry als Patenonkel und der besonderen Liebe, die Miral und ihn verband. Das hat die Tragik noch mehr erhöht, aber die Ideen, die du zu den beiden hattest, waren sehr schön.

Das hier ist keine schöne Story, was den Inhalt angeht, aber eine gute und eindringlich geschriebene.

Liebe Grüße
Xella

P.S. Folgende Formulierung hat mir besonders gefallen: "knochenbrüchewerte B’Elanna"



Antwort des Autors: Hallo Xella, entschuldige bitte, dass ich erst jetzt antworte. Es freut mich sehr, dass dir mein Beitrag gefällt - sofern man bei diesem Thema überhaupt davon sprechen kann. Nachdem ich mich zu der heiklen Idee von Mirals Tod entschieden hatte, habe ich hin und her überlegt, wie ich ihn wenigstens ein bisschen "abmildern" könnte. Dabei standen für mich zwei Optionen zur Auswahl: Miral ist selbst schon erwachsen und im Dienst der Sternenflotte (sodass man zumindest argumentieren könnte, sie hätte sich selbst für die Pflicht entschieden, die ihr das Leben kostet) oder aber Miral hat noch mindestens ein Geschwisterkind, sodass es wenigstens ein erträglicher Gedanke ist, das die Familie ohne sie weiterleben - oder soll ich sagen weiterexistieren? - muss. Letztlich habe ich mich gegen beides entschieden. Doch das zu erläutern, würde wohl den Rahmen der Reviewantwort sprengen. Bezüglich der Ehe von B'Elanna und Tom hast du völlig richtig zwischen den Zeilen gelesen. In meinen Gedanken sind sie noch nicht offiziell getrennt, aber sie haben sich in ihrer Trauer gänzlich verloren. Ob sie sich wiederfinden werden? Ich weiß es nicht. Glauben kann ich es nicht. Tom ist zu tief in seinen Schuld- und Trauergefühlen verstrickt. Über B'Elannas Zustand will ich nicht urteilen. Ich habe versucht, ihn für mich nur aus der Perspektive zu sehen, die Tom haben könnte. Dieses Bild divergiert sicherlich mit der Realität. Die Red Shirts - was für eine geniale Assoziation! Ich gebe zu, bewusst hatte ich diese beim Schreiben nicht auf dem Schirm, aber als eingefleischten Trekkie hat einen das ja vielleicht unbewusst beeinflusst. Ehrlich gesagt stand für mich nämlich von Anfang an fest, dass es rote Strümpfe sind. Keine Ahnung, woher die Farbe für mich kam. Aber wirklich - diese Idee dahinter ist großartig. Das freut mich gerade richtig. *lach* Es gibt dem Ganzen noch mal eine ganz neue Tragik. Harry, ja...Er tut mir auch Leid. Hat keine Ahnung, was passiert ist. Doch seine Galgenfrist läuft ab. Es ist herzzerreißend. Aber schön, dass dir die Idee dieser Beziehung gefallen hat. Ich war ein wenig in Sorge, ob ich es damit nicht vielleicht etwas übertreibe. Aber ich selbst fand die Vorstellung zu süß. Miral, die sich mit ihrem geliebten Onkel Harry gegen den Rest der Welt verschwört. Vielen Dank für deine Rückmeldung. Sie bedeutet mir sehr viel. Liebe Grüße und einen guten Rutsch! Sophia


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