TrekNation

Das ultimative Archiv deutscher Star Trek Fanfiction!

Der Wunsch

von Iriana Nor

Kapitel 1

Prolog

Normale Realität…

Das tote Mädchen, ihr Schützling, die Tochter von Dukat, lag auf der Liege in der Krankenstation und Kira hielt ihre Hand. Tränen liefen ihr über die Wangen. Sie hatte ihre bajoranische Seite gewählt und wurde von Damar getötet. Ihr Vater saß in einer Zelle mit einem Nervenzusammenbruch. Die Flotte des Dominion war mit Hilfe des Abgesandten im Wurmloch eliminiert worden. Weyoun, die Gründerin, alle im Alpha Quadranten stationierten Truppen und die Cardassianer, welche DS9 besetzt hatten, flohen nach Cardassia. Sie hätte sich nun eigentlich freuen müssen, ohne ihre Sabotage mit ihrer kleinen Widerstandstruppe, hätten die Feinde DS9 nicht kampflos aufgegeben und es hätte eine blutige Schlacht um DS9 gegeben. Aber ihre Gedanken kreisten nur um Ziyal und sie flüsterte: „Ich wünsche mir eine Welt, in der du überlebt hättest…“

Eine körperlose Stimme, in ihrem Kopf oder real? Flüsterte: „Wie du wünschst…“

Und die Welt verschwamm…

Alternative Realität…

Kira erwachte.

Es war sehr dunkel, wohl simulierte Nacht auf DS9, aber sie war definitiv nicht in ihrem Quartier. Das Bett war größer, die Laken und Decken anders…und es lag jemand neben ihr.

Da sie ihre Beziehung zu Shakaar wieder auf freundschaftlicher Basis führte und auch keinen anderen Liebhaber momentan hatte, war sie etwas beunruhigt.

Sie war nackt, fühlte sich verschwitzt und klebrig in ihren unteren Regionen. Der ganze Raum roch nach Sex…

Sie wickelte ihre dünne Decke um sich herum und versuchte ihre Gedanken zu ordnen, was war als letztes passiert…

Die Gründerin, Weyoun und die Cardassianer hatten die Station fluchtartig verlassen, Dukat saß in einer Zelle, seine Tochter, das liebe Mädchen, lag kalt und tot in der Krankenstation…Sie erinnerte sich an ihren Wunsch und dann…nichts mehr…erst wieder, als sie hier aufgewacht war, wo auch immer das war…

Vorsichtig drehte sie sich ein wenig zu der Gestalt neben sich um. Es kamen ruhige Atemgeräusche.

Sie sah zum Nachtschränkchen auf einem kleinen Chronometer mit Leuchtanzeige, da stand die Uhrzeit, 5.00 und daneben die Sternzeit…das konnte nicht sein, ihr fehlte ein gutes Jahr…

Es war sehr warm im Raum und sehr dunkel. Vorsichtig bewegte sie sich zur Seite und drückte einen Sensor an der Nachttischlampe, die neben dem Bett auf dem Nachtschrank stand und hoffte, dass das Leuchtmittel nicht zu hell eingestellt war. Sie wollte den Mann neben sich nicht aufschrecken, ohne zu wissen, wer da lag…

Die Lampe war glücklicherweise sehr dunkel eingestellt und ein schwacher Lichtschein viel auf das Bett.

Sie erschrak so heftig, dass sie fast aus dem Bett gefallen wäre, stieß einen halb unterdrückten Schrei aus, hielt sich die Hand vor den Mund, aber es war schon zu spät. Der Mann neben ihr erwachte…es war Dukat.

Er schreckte hoch, rieb sich kurz die Augen und fragte besorgt: „Nerys, was ist passiert, hattest du einen Alptraum?“

Sie hatte die Decke noch enger um sich geschlungen. Sie war an den äußersten Winkel des Bettes ausgewichen und starrte ihn ungläubig an. ‚Wenn es nur ein Alptraum wäre…‘ dachte sie sarkastisch, sagte aber noch nichts, starrte ihn nur an.

Er setzte sich langsam auf und sah sie stirnrunzelnd an. „Nerys, was ist mit dir? Komm in meine Arme, dann geht es dir gleich besser…“

Kira ignorierte seinen Vorschlag und meinte scharf: „Was wird hier gespielt? Wieso bin ich in deinem Quartier, hast du mich entführt? Unter Drogen gesetzt? Wie bist du aus der Zelle entkommen? Warum wurde dir der Prozess noch nicht gemacht?“

„Nerys, hol doch mal Luft und beruhige dich…du hattest einen Alptraum, du bist nicht du selbst! Welche Zelle, ich war hier in keiner Zelle…Das Dominion hat den Krieg gewonnen, ich bin der Kommandant von Terok Nor, im Auftrag des Dominion, dem wir alle dienen…auch Bajor inzwischen. Du bist seit etwa einem viertel Jahr meine Geliebte, hast du unseren Pakt vergessen?“

„Was für einen Pakt, Dukat? Und keine Spielchen, ich warne dich…“

Er hatte die Decke über seinem Unterleib liegen und Kira hoffte, sie blieb da und rutschte nicht weiter runter…

Ihr Blick war kurz in seine unteren Regionen gerutscht und er schlug die Decke weg und sie hatte einen guten Blick auf seinen nackten Körper und schlug schnell die Hände vor das Gesicht.

Er grinste und meinte einladend: „Komm an meine Brust, Geliebte!“

Sie flüsterte: „Lege bitte die Decke auf dich, sonst kann ich nicht mit dir reden…dann muss ich in mein Quartier gehen.“

„Welches Quartier? Du wohnst schon ein paar Monate hier, mit allen deinen Sachen…Nerys, du machst mir Angst. Du wirst später einen Termin beim Arzt machen, das muss untersucht…“

Sie meinte unwillig: „Ich brauche keinen Arzt Termin! Erzähl mir, was im letzten Jahr passiert ist, seit Ziyal tot ist…“ meinte sie.

Er starrte sie entsetzt an.

„Ziyal ist nicht tot, was redest du denn da! Sie hat das Quartier neben unserem, es gibt im Wohnraum eine Verbindungstür…Komm, wir gehen rüber, es ist sicher nicht abgeschlossen, ich beweise es dir…“

Er war aufgestanden, kam um das Bett herum und nahm ihre Hand, wollte sie aus dem Bett ziehen.

Sie achtete gar nicht darauf, dass die Decke auf dem Bett blieb und sie nackt vor ihm stand.

Sie flüsterte: „Ziyal…ist nicht tot?“

Er zog sie mit sich. Dann stand er vor der Verbindungstür, hielt immer noch ihre Hand fest und legte den Finger auf die Lippen.

„Dukat, lass mich erst etwas anziehen…“flüsterte Kira verlegen.

Er achtete gar nicht darauf, sondern öffnete die Tür.

Sie gingen leise durch den Wohnraum des anderen Quartiers und betraten das Schlafzimmer. Es brannte ein schwaches Nachtlicht und Kira sah deutlich Ziyal im Bett liegen und friedlich schlafen.

Er stand jetzt dicht hinter ihr, sie konnte seinen Atem an ihrem Hals spüren.

„Glaubst du mir nun, Nerys?“ flüsterte er.

Dann umschlang er sie vorsichtig und drückte sie leicht an sich. Kira erstarrte. Er legte seine Arme, unter ihre Brüste, auf den Bauch. Seine Hände begannen sie beruhigend zu streicheln, sein Mund hauchte ihr Küsse auf die Haare und auf den Nacken…

Nur fühlte sie sich nicht beruhigt, sondern hatte das panische Bedürfnis, wegzulaufen…sie konnte nicht schreien, sie konnte ihn nicht schlagen, sie würde sonst das Mädchen wecken…

Er schien das zu spüren und nutzte es aus, er hatte sich kein bisschen verändert…

Seine Hände strichen über ihre Brüste, sie spürte deutlich seine Erregung an ihrem Hintern, er spielte mit den Nippeln, die sich hart aufrichteten. Die Berührungen waren nicht unangenehm, aber sie musste schnell etwas unternehmen, um ihn von weiteren Intimitäten abzuhalten…Sie entwand sich leise und meinte: „Nicht hier…“

Sie zog ihn mit, wieder in sein Quartier und er schloss die Zwischentür.

Er grinste: „Endlich wirst du wieder vernünftig.“

Er ging wieder ins Bett und sah sie erwartungsvoll an, klopfte auf den Platz neben sich.

Kira dachte nicht daran, sondern huscht ins Bad und schloss die Tür ab. „Ich muss duschen, Dukat.“

Sie hörte ihn unwillig sagen: „Das hättest du auch hinterher machen können, Nerys, ich mache dich sowieso gleich wieder nass…“

Die Bad Tür war dünn, sie konnte ihn genau verstehen.

Sie dachte erbost: ‚Da würde ich nicht darauf wetten, wenn ich du wäre…‘ und stellte sich unter die Sonic Dusche.

Rezensionen