Auf der Raumstation herrschte reges Treiben. Diverse Festlichkeiten unterschiedlichster Spezies wurden zelebriert. Der irdische „Valentinstag” stand kurz bevor und blieb den nicht-menschlichen Bewohnern keinesfalls verborgen. So bemerkte auch Major Kira, dass sich der Captain in dieser Zeit auffällig beschwingt und extrem lebenslustig verhielt. Sie ertappte ihn eines morgens zu Schichtbeginn dabei, wie er eine fröhliche Melodie summte, dessen er sich offenbar nicht einmal bewusst schien. Als sie ihn darauf ansprach, hob er unschuldig die Schultern.
„Ist mir gar nicht aufgefallen, doch jetzt wo Sie es sagen.” Seine Mundwinkel zeigten ein strahlendes Lächeln, mit dem er dem Doktor, wenn nicht sogar dem cardassianischen Schneider ernsthaft Konkurrenz machen konnte.
„Was ist denn los?”, wollte Kira von Sisko wissen.
„Kasidy Yates − ich liebe sie. Mehr als je zuvor. Wir haben zwar gelegentlich unsere kleinen Streitereien, aber im Grunde haben wir uns doch besonders gern. Jedes Mal wenn sie mit mir zusammen ist, fühle ich mich komplett.”
„Captain, kann es sein, dass Sie sich ernsthaft in die Frau verliebt haben? Klingt fast so, als wollten Sie Ihr Leben zusammen verbringen”, sprach Kira es aus.
„Ich denke, das ist auch so. Nach dem Verlust von Jakes Mutter, meiner ersten Frau und großen Liebe, glaubte ich nicht, mich jemals wieder verlieben zu können bis Kasidy auftauchte. Die Propheten hatten mich bei meiner ersten Begegnung mit ihnen im Wurmloch mit der Erinnerung an sie konfrontiert und ich habe gelernt, dass ich den Teil von mir, den ich bei ihrem Tod dort auf dem Schiff zurückließ, loslassen musste. Ich hatte eine neue Aufgabe zu erfüllen... ja, so war das.”
„Sie sollten es ihr sagen, wie viel sie Ihnen bedeutet”, meinte Kira.
Der Captain erhob sich aus seinem Stuhl im Begriff zu gehen. „Genau das habe ich vor. Da übermorgen Valentinstag ist, könnte ich mir keinen besseren Tag dafür vorstellen.”
„Sehr schön. Ich habe bereits davon gehört. Der Tag der ‚Liebenden und der Romantiker’.”