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Es ist ein langer Weg

von Thilo

Es ist ein langer Weg

In seiner Kabine auf dem Sternenschiff Enterprise studierte Captain Jonathan Archer die Berichte der Challenger über die Planeten im Sonnensystem Epsilon Eridiani. Wieder gab es nur uralte Ruinen, die seit Millennien verlassen waren. Als hätte die Menschheit als Spätzünder die Blüte sämtlicher anderen intelligenten Spezies und deren Zivilisationen um Jahrmillionen verpasst. Entgegen der anfänglichen Hoffnungen vieler schien die Menschheit alleine im Universum zu sein.

Der Türsummer wurde betätigt. Auf Archers Bitte trat seine Erste Offizierin Commander Ingeborg Benthin ein.

Sein Beagle sprang vom Bett, um die schlanke, aschblonde Frau wieder wütend anzubellen.

„Porthos! Aus!“, rügte Archer seinen Hund. Abermals irritierte ihn Porthos’ feindselige Reaktion auf seine Stellvertreterin. Niemand sonst wurde von ihm angekläfft.

Immer noch leise knurrend zog sich Porthos in sein Körbchen zurück.

„Es tut mir leid. Ich weiß wirklich nicht, was er gegen Sie hat, Ingeborg.“

„Hunde mögen mich einfach nicht, Captain.“ Damit schien das Thema wieder für die Erste Offizierin erledigt zu sein.

Und sie hatte bereits vor ihrem Antritt auf der Enterprise gewusst, dass Archer einen Hund hatte, ohne sich davon abhalten zu lassen. Und sie selbst schien trotz allem zu Archers Überraschung keinerlei Groll auf Porthos zu hegen.

Sie trat zu seinem Schreibtisch und reichte ihm ein Datenpad. „Wir haben eine unbekannte Energiesignatur entdeckt. Ihren lichtschnellen Eigenschaften und den Messdaten nach, dürfte sie vor zwanzig Jahren, vier Monaten und elf Tagen entstanden sein. Und sie scheint künstlichen Ursprunges zu sein. Es gab zuerst vier kleinere Impulse, die wieder verschwunden sind, bevor die jetzige Anomalie dauerhaft erschien.“

„Künstlich?“ Archer nahm das Datenpad entgegen und überflog die Informationen. Die Positionsangabe lag weit ab vom besiedelten Raum. Obwohl vielleicht irgendeine zwielichtige Organisation oder Behörde eine abgelegene Forschungsbasis haben könnten. Auf der anderen Seite würde selbst einer der sechs schnellen Forschungskreuzer der NX-Klasse Monate für die Reise benötigen. Und die Enterprise als Typschiff war erst knappe zwei Jahre alt. Ältere Transportschiffe hätten Jahre oder womöglich sogar Jahrzehnte soweit raus benötigt.

Benthin nickte auf ihre gewohnt knappe Art. „Das ist korrekt. Uns sind keine Kolonien oder Basen an diesen Koordinaten bekannt. Was natürlich nicht ausschließt, dass es trotzdem irdischen Ursprungs ist.“

„Wie lange würden wir dorthin benötigen?“, fragte Archer. Könnte es wirklich etwas außerirdisches sein. Ein erster Kontakt?

Für einen Moment schien Benthin zu zögern, bevor sie dann ausdruckslos und mit ihrer üblichen Präzision antwortete: „Mit der bestmögliche Dauergeschwindigkeit von Warp 4,6 würden wir drei Monate und sechsundzwanzig Tage benötigen.

„Also fast vier Monate.“ Archer überschlug seine Möglichkeiten. Die Enterprise war bei dem Versorgungsdepot Transfer Waystation #12 hier in der äußeren Peripherie frisch versorgt worden, und es war bisher ihre beste Chance wirklich etwas zu finden. Selbst wenn es nur der Beweis für die Koexistenz mit anderen Intelligenzwesen wäre. Ein Beweis, dass sie nicht alleine im Universum waren. „Was sagt Trip?“

„Commander Tucker ist über die Dauerbelastung des Warpantriebes während eines so langen Zeitraumes nicht begeistert. Aber er hat mir mitgeteilt, dass die Maschinen es schaffen, selbst wenn er sie – ich zitiere – mit Spucke und Willenskraft zusammenhalten müsste.“

Archer grinste über die für einen Moment sichtbare Irritation seiner Ersten Offizierin über Trips flapsigen Spruch. „Dann schafft er es auch.“

 

Hoshi Sato hatte sich in den letzten zwei Wochen beinahe an das ständige Grollen des unter hoher Last laufenden Warpantriebes gewöhnt. Wenigstens hatten Captain Jonathan Archer und Chefingenieur Commander Charles Tucker III nach ein paar Tagen die Geschwindigkeit wieder soweit reduziert, dass nicht länger der Boden unter ihren Füßen vibrierte. Wobei Hoshi argwöhnte, dass beide mehr Bedenken wegen möglicher Materialermüdung und weniger für den Crewkomfort hatten. Und ihre Reise tief in den unbekannten Raum würde dadurch noch einmal sechszehn Tage länger dauern. Noch nie hatte die Enterprise oder eines ihrer Schwesterschiffe einen derartigen monatelangen Transit ohne Pause oder Zwischenstopp absolviert. Ja, langsame Frachtschiffe benötigten ähnlich lange für ihre Reisen, aber dabei legten sie nur einen Bruchteil von der enormen Entfernung zurück, die jetzt vor der Enterprise lag.

Sie nahm ihr Frühstückstablett am Tresen entgegen und sah sich nach einem passenden Tisch um. Die meisten Plätze waren frei. Und auch der Taktische Offizier Lieutenant Malcom Reed saß alleine an seinem Tisch und las auf einem Datenpad, während er in der anderen Hand seinen Kaffeebecher hielt.

„Darf ich mich Ihnen anschließen, Mr Reed?“, fragte Hoshi.

Der Brite hatte ihr Näherkommen gar nicht mitbekommen und sah überrascht auf. „Natürlich“, antwortete er knapp und konzentrierte sich wieder auf sein Datenpad.

Während sie ihr Tablett abstellte und sich setzte, überlegte Hoshi, ob in dem letzten Nachrichtenpaket von Starfleet eine Nachricht für Reed dabei gewesen war. Seit heute früh befand sich die Enterprise bereits außer Reichweite des Subraumfunk zur Transfer Waystation #12. Sie nahm einen ersten Schluck Tee, bevor sie mit einem Blick auf seine angespannte Miene fragte: „Schlechte Nachrichten?“

Er sah erneut von seinem Datenpad auf, bevor er hörbar seufzte und es neben seinem eigenen Tablett ablegte. „Nein, aber ich fühle mich immer mehr wie das fünfte Rad am Wagen. Es gibt für einen Taktischen Offizier einfach nichts zu tun, außer alles in Stand zu halten und abzuwarten. Auf einem Patrouillenschiff bestände zumindest die Möglichkeit ab und zu einen Frachter vor Piraten zu beschützen. Aber hier auf einem Forschungsschiff inmitten des Nirgendwo? Am Anfang ging man anscheinend davon aus, dass hinter jedem Stern eine Horde Alien-Wikinger auf uns lauern würde. Aber es gibt ja niemanden außer uns.“ Er überlegte kurz, bevor er mit einem schiefen Lächeln weitersprach: „Aber vielleicht sollte ich es nicht berufen.“

Hoshi lächelte ebenfalls. „Mir ergeht es ähnlich. Captain Archer hatte mich mit Engelszungen davon überzeugt, dass meine linguistischen Fähigkeiten dringend bei einem Ersten Kontakt benötigt werden würden. Und dass es die ideale Testumgebung wäre für den Universalübersetzer und dem Lingua-Code.“ Sie zuckte mit den Schultern. „Inzwischen machen meine Entwicklungspartner mehr Fortschritte mit dem Universalübersetzer als ich. Nach dieser Reise werde ich wieder an die Amazonas Universität zurückkehren.“ Sie nahm einen Schluck von ihrem Tee, bevor sie Reed direkt ansah. „Aber trotz des Fehlen von Alien-Wikingern und Weltraum-Römern würde ich mich ohne Taktikoffizier und Schiffsbewaffnung irgendwie schutzlos und verwundbar fühlen. Auch wenn wir bisher nur Probleme mit Raubtieren hatten.“

„Dann bin ich wenigstens nicht ganz umsonst dabei. Wobei ich ja ehrlicherweise bei den gefiederten Velociraptoren auf Cassini 22 beinahe falsch reagiert hätte, wenn Commander Benthin mich nicht aufgehalten hätte.“

„Ich war auch sehr überrascht, wie freundlich und ... verschmust sie sind. Ich könnte mir die kleineren durchaus als Haustiere wie Katzen vorstellen. Aber unsere Nummer Eins würde jetzt uns beide berichtigen, dass es sich nicht um Velociraptoren, sondern um ähnliche Arten handeln würde, die konvergente Entwicklungen zu den kleineren Raubsauriern der Erde sind.“

Reed schnaufte amüsiert. „Ja, ich dürfte sie wie ein Auto angestarrt haben, als sie mir mitten im Wald einen langen Vortrag hielt. Und dass die übliche Darstellung der Velociraptoren als menschengroße, glatthäutige Monster völlig falsch wäre und auf eine alte Filmserie zurückgehen würde.“

„Und die ganze Zeit während ihrer endlosen Erklärung saß einer der kleinen Velociraptoren auf ihrer Schulter und gab mit vollen Körpereinsatz Köpfchen. Es war wirklich surreal!“, stimmte Hoshi ihm zu und lachte.

 

Jonathan Archer trat aus dem Fahrstuhl auf die Brücke der Enterprise.

Hoshi Sato folgte ihm und ging direkt zur Kommunikationsstation, an der bereits ihre Vertreterin sie sichtbar aufgeregt erwartete.

Archer überlegte kurz, was die junge Araberin entdeckt haben mochte. Sie waren schon seit über einem Monat außer Reichweite mittels Subraumfunk zu irgendjemanden. Er selbst ging zur Wissenschaftsstation, an welcher Ingeborg Benthin weiter ihre Daten überprüfte.

Die Erste Offizierin sah von ihrer Arbeit auf. „Wir erreichen in einer Stunde und zweiundzwanzig Minuten die maximale Reichweite unserer Nachrichtentorpedos zur nächsten Basis, Captain. Ich habe bereits sämtliche Logbücher und Aufzeichnungen an die Kommunikation weitergegeben. Ich würde aber vor dem Start des Nachrichtentorpedos auf die weitere Auswertung von neuen und ungewöhnlichen Sensordaten warten.“

„Gut, also der Punkt ohne Wiederkehr. Was haben Sie entdeckt?“, fragte Archer.

„Unbekannt. Ich bin wie gesagt noch bei der Auswertung und Analyse“, erwiderte Benthin.

Archer runzelte die Stirn, dann wandte er sich an Charles Tucker III an der Ingenieursstation. „Wie sieht es bei dir aus, Trip? Wir können in einer Stunde keinen Abschleppservice mehr rufen, falls wir einen Plattfuß haben.“

Tucker verzog das Gesicht zu einer Grimasse. „Bei mir ist alles im grünen Bereich. Wir sind gerade mit einem kompletten Check des Schiffs fertiggeworden.“

Sie wurden von Sato unterbrochen. „Captain, Sie sollten sich das ansehen – oder besser anhören.“

„Probleme?“ Archer ging zur Kommunikationsstation.

Sato und ihre Stellvertreterin lauschten beide auf etwas in ihren Ohrhörern. Sato schüttelte den Kopf. „Nein, aber wir haben bruchstückhafte Subraumübertragungen empfangen. Anfangs hielt Nichelle diese für ein natürliches Phänomen.“ Sie sah Archer direkt an. „Aber sie enthalten kaum noch verständlich Wörter auf Englisch.“

Archer sah sie für einen Moment irritiert an. „Stammen diese Signale vielleicht von einem anderen Sternenschiff? Ab und zu gibt es doch im Subraum eine Art Echo.“

„Das nächste Sternenschiff wäre die Endeavour. Aber ich bezweifele, dass es von ihr kommt. Sie ist zu weit entfernt. Und das Signal ... klingt einfach nicht nach ihr“, antwortete Sato.

„Haben Sie das letzte dieser Signale auf 241.156 vor acht Minuten empfangen?“, fragte Benthin von ihrer eigenen Station aus.

Sato prüfte kurz ihre Anzeigen. „Ja, Richtung und Zeit stimmen überein.“

„Ihre unbekannten Sensordaten, Ingeborg?“, fragte Archer.

„Korrekt“, kam als knappe Antwort.

„Okay, was haben Sie?“

„Unbekannt, die Daten sind nicht ausreichend.“

„Nicht ausreichend ist nicht ausreichend! Was haben Sie?“

Benthin überprüfte weiter ihren Bildschirm und sprach ohne dabei aufzusehen. „Die Daten sind wirklich nicht ausreichend und zu widersprüchlich für eine Analyse.“

„Und mit ein bisschen Fantasie?“, hakte Archer nach.

Mit einem dünnen Lächeln sah Benthin doch auf. „Ich habe keine Fantasie, Captain.“ Sie konzentrierte sich wieder auf ihre Station. „Es könnte sich um Fragmente einer Warpsignatur handeln. Was wiederum aber nicht möglich sein sollte, da dieses Objekt sich mit Warp 9,734 bewegen würde.“

Anscheinend unbewusst pfiff Tucker leise vor Überraschung. „Die Warpforschung geht zurzeit davon aus, dass es nicht möglich sein wird, jemals mit festen Objekten die Warp-8-Barriere zu durchbrechen. Ein Raumschiff mit einem derartig irrsinnig hohen Tempo würde unsere jetzige Reise in wenigen Tagen oder sogar nur in ein paar Stunden zurücklegen können.“

Archer ging zu seinem Kommandosessel und setzte sich. Gleichzeitig überlegte er. „Können wir diese ... Warpsignatur abfangen?“

„Wie Commander Tucker bereits bestätigte, kann das Phänomen keine Warpsignatur sein, Captain“, widersprach Benthin ihn trotz allem unberührt. „Und nein, es hat sich zuletzt von uns entfernt.“

„Wir könnten ihnen eine Nachricht über Subraumfunk schicken“, schlug Sato vor.

„Selbst, wenn es sich wider Erwarten um ein anderes uns unbekanntes Raumschiff handeln sollte, dürfte es inzwischen außerhalb unserer Kommunikationsreichweite befinden“, widersprach die Erste Offizierin.

„Würde ein Versuch schaden?“, konterte Sato bissig.

„Nein“, antwortete Benthin knapp.

Von seinem Kommandosessel aus ließ Archer amüsiert seinen Blick zwischen den beiden Frauen hin und her wandern. „Okay, einen Versuch ist eine Kontaktaufnahme auf jeden Fall wert. Können Sie sowohl eine Text- wie auch eine Videonachricht schicken, Hoshi?“

„Geht klar!“ Sato grinste. „Auf eine solche Gelegenheit warte ich, seit Sie mich an Bord geschleppt haben, Jonathan.“

„Dann wollen wir hoffen, dass nicht auch meine Fähigkeiten erstmals gefordert werden“, warf Malcom Reed von der Taktikstation aus trocken ein.

Alle Anwesenden sahen überrascht den sonst meist stillen Taktischen Offizier an.

Archer schüttelte mit einem Grinsen den Kopf. Er stand dann auf und straffte sich vor seinem Kommandosessel. „Dann los.“

„Sie können sprechen, Captain“, gab Sato ihr Zeichen.

„Hier ist Captain Jonathan Archer vom Sternenschiff Enterprise. Wir kommen in Frieden von der Erde. Wir würden uns auf eine Antwort von Ihnen freuen.“ Er überlegte für einen Augenblick, bevor er fortfuhr: „Und es wäre wirklich schön, zu wissen, dass wir nicht alleine im Universum sind. Wir suchen schon so lange ergebnislos andere Zivilisationen, mit denen wir uns austauschen und friedlich koexistieren können. Ich hoffe, dass unsere Suche jetzt ein Ende findet.“

Sie warteten lange. Aber es kam keine Antwort. Schließlich starteten sie ihren Nachrichtentorpedo und setzten ihre Reise fort.

 

Jonathan Archer schaffte es vor Aufregung kaum auf seinem Kommandosessel stillzusitzen. Die Enterprise hatte nach mehr als vier Monaten die fremde Energiesignatur fast erreicht. Und entgegen seiner und möglicherweise der Befürchtung aller anderen Besatzungsmitglieder war sie immer noch da und nicht einfach unmittelbar vor ihrer Ankunft verschwunden.

Neben ihm piepte etwas an der Wissenschaftsstation. Er blickte zu Ingeborg Benthin, die bereits die eingegangenen Daten überprüfte.

„Eine abnormal erhöhte Tachyondichte. Die Anomalie könnte deren Quelle sein“, stellte Benthin fest.

„Stellt es eine Gefahr dar?“, fragte Archer.

Benthin wollte sichtbar schon den Kopf schütteln, hielt dann aber inne. „Ich weiß es nicht. Normalerweise sind Tachyonen nicht für Lebewesen schädlich. Aber eine erhöhte Tachyondichte kann schlecht abgeschirmte Elektronik stören.“ Sie sah ihn an. „Die Schiffstechnik ist dagegen geschützt, solange wir nicht innerhalb des Tachyonfeldes den Warpantrieb verwenden. Allerdings ist es nicht möglich unter Laborbedingungen vergleichbare Bedingungen für Belastungstests zu erzeugen.“

„Verdammt!“ Archer überlegte. Er blickte sich auf der Brücke um. „Auf Impulsgeschwindigkeit gehen, Travis“, wies er den Piloten Ensign Maywether an. „Wir gehen das langsam an. Sobald irgendetwas nicht zu stimmen scheint, ziehen wir uns zurück.“

Maywether arbeitete an seiner Konsole. Mit dem typischen Heulen fiel die Enterprise aus dem Warp in den Normalraum. Oder das, was der Normalraum sein sollte.

Ohne den Blick vom Hauptbildschirm abzuwenden, erhob sich Archer von seinem Kommandosessel. „Das sieht wie ein Kornkreis aus Licht aus. Was zum Teufel ist das?“

Neben ihn antwortete Benthin scheinbar unberührt: „Die Anomalie, Captain.“

„Ja, das habe ich mir schon gedacht. Aber was ist das?“

„Ich … weiß es nicht“, gab die Erste Offizierin zu.

Hoshi Sato räusperte sich. „Es sieht künstlich aus.“

„Deswegen sind wir hierher gereist, Mrs Sato“, stellte Benthin fest.

Archer konnte sehen, dass Sato kurz der Ersten Offizierin einen bösen Blick zuwarf, bevor sie wieder auf den Hauptbildschirm sah.

Vor ihnen lag im Weltraum eine perfekt runde Scheibe aus Licht. Ringe in verschiedenen Leuchtstärken umgaben einen hell erleuchteten Kern. Wie Kometen umkreisten paarweise weitere runde Leuchtobjekte in synchronen Laufbahnen die Anomalie.

Vor ihm schluckte Travis Maywether sichtbar, bevor er kaum hörbar sagte: „Könnte es eine Art Portal sein?“

„Oder einfach eine Skulptur als Wandschmuck?“, stellte Archer angesichts der perfekten Symmetrie und Wirkung der Anomalie seine eigene Vermutung auf. Er sah zu Benthin.

Diese blickte sichtbar irritiert von ihre Station auf, mit deren Auswertung sie bisher beschäftigt war. „Ihre Theorien basieren auf keinen Tatsachen. Aber die Daten sind weiterhin unzureichend für eine Analyse.“

Mit einer Hand zeigte Archer auf dem Hauptbildschirm mit der Anomalie. „Wie haben das … Ding direkt vor unserer Nase. Noch dichter und wir sind in ihr drin.“

„Ich rate dringend davon ab, dass wir uns ohne weitere Daten dem Objekt weiter nähern, Captain“, sagte Benthin.

Von der Kommunikationsstation ertönte ein Piepsen, als wäre eine Nachricht eingetroffen. Sato kontrollierte ihre Anzeigen. „Wir haben eben wieder einen unvollständigen Subraumspruch empfangen. Es kam aus der Anomalie.“ Sie horchte auf ihren Ohrhörer.

Archer konnte sehen, wie sich Satos Mund zu einem stummen O mein Gott! formte. „Was ist es, Hoshi?“

Erschüttert sah Sato ihn an, bevor sie die Übertragung oder zumindest ein Fragment davon auf die Lautsprecher schaltete. „… Reise, Enterprise … achtzig …“

Die Beleuchtung flackerte kurz und lenkte sie für einen Moment von ihrer eigenen Nennung in dem fremden Funkspruch ab.

Über das Interkom meldete sich Charles Tucker III: „Maschinenraum an Brücke: Einer unserer Dilithiumkristalle in der Warpmatrix ist gerade zersprungen. Wir überprüfen die anderen.“

Archer schlug mit dem Handrücken mehr auf die Interkomtaste, als sie zu drücken. „Archer hier, könnte es mit der Anomalie zusammenhängen?“

„Wir prüfen es noch. Aber aus dem Bauch heraus würde ich Nein sagen. Wir haben den Warpantrieb sehr lange auf hoher Leistung benutzt und die Kristalle leben nicht ewig. Wir halten euch auf dem Laufenden. Maschinenraum Ende.“

Sato hatte inzwischen weitere Daten überprüft. „Captain, laut einer Quersuche des Computers ist die Übertragung kein Bruchstück eines älteren Funkspruches. Und … ich kenne weder die Stimme noch deren Akzent.“

Bevor Archer sich eine Antwort überlegen konnte, flackerte abermals kurz die Beleuchtung und aus dem Interkom erklang Tuckers aufgeregte Stimme. „Maschinenraum an Brücke: Es ist schlimmer als ich dachte. Ein zweiter Dilithiumkristall ist zersprungen! Und alle anderen einschließlich der Reservekristalle sind rissig!“

Benthin sah von ihrer eigenen Station auf. „Möglicherweise doch eine Auswirkung der außergewöhnlich erhöhten Tachyonstrahlung. Wir sollten auf Abstand zu der Anomalie gehen.“

„Verdammt!“, machte Archer sich abermals Luft. „Travis, bringen Sie uns weg hier. Volle Impulskraft!“

Tucker widersprach ihm: „Nein, langsam und behutsam! Sonst zerspringen hier gleich alle restlichen Dilithiumkristalle!“

Maywether hatte bereits bei Archers Befehl die Hand auf den Schubregler des Impulsantriebes gelegt. Jetzt bediente er stattdessen äußerst vorsichtig die Manövrierdüsen, um die Enterprise zu wenden. Erst nachdem er das Sternenschiff von der Anomalie weg ausgerichtet hatte, fuhr er ebenso vorsichtig den Impulsantrieb hoch.

Die Beleuchtung flackerte erneut. Ein weiterer Dilithiumkristall war zersprungen.

Die Enterprise entfernte sich viel zu langsam für Archers Gefühl von der Lichtscheibe.

„Hoshi, setzen Sie einen Notruf ab.“

„Wird erledigt, Captain. Aber wir sind weiterhin außer Reichweite zu irgendjemanden“, bestätigte die Kommunikationsoffizierin.

Archer lehnte sich in seinem Kommandosessel zurück. „Ich weiß, aber irgendwo kommen diese Funkfragmente her. Und wenn diese Lichtinstallation wirklich künstlich ist, sollte jemand sie erschaffen haben.“ Er erhob sich abrupt. „Ich bin im Maschinenraum. Ingeborg, Sie kommen mit mir. Malcolm, Sie haben die Brücke.“

„Ich habe die Brücke, Sir“, bestätigte Malcolm Reed hörbar unzufrieden.

 

Jonathan Archer trat gefolgt von Ingeborg Benthin aus dem Fahrstuhl in den Hauptmaschinenraum. Techniker schienen an allen Konsolen und Wartungsklappen gleichzeitig zu arbeiten. Der Warpkern selbst leuchtete kaum noch wahrnehmbar matt. Wahrscheinlich war auf Standby heruntergefahren.

Commander Charles Tucker III überprüfte gerade eine Konsole vor dem Warpkern und winkte die beiden Neuankömmlingen zu sich, als er sie mitbekam.

„Wie sieht es aus, Trip?“, fragte Archer.

Der Chefingenieur zuckte hilflos mit den Schultern. „Mit einem Wort wäre meine Antwort nicht druckfähig fürs Logbuch.“ Er atmete tief durch. „Sämtliche Dilithiumkristalle sind betroffen. Als wir einen der Reservekristalle in die Warpmatrix einsetzen wollten, ist er einfach zerbröselt. Ich rühre deshalb keinen der verbliebenen in der Matrix an. Wir sind auf allerhöchstens Warp 2 beschränkt, zumindest so lange keine weiteren Kristalle zerbrechen. Der Impulsreaktor ist nicht betroffen. Wir sind also nicht in unmittelbarer Gefahr eines völligen Blackouts.“

„Also sitzen wir fest, bis ein Rettungsschiff hier eintrifft. Halten wir so lange durch?“, hakte Archer nach.

Tucker nickte grimmig. „Unsere Deuteriumtanks können über Jahre hinweg den Impulsreaktor versorgen, solange wir nicht auf die Idee kommen, ihn auf den Warpantrieb zu schalten. Dann würde er die Tanks schneller leerschlürfen, als wir gucken können.“

Benthin ergänzte: „Captain Balsekar wird mit der Endeavour in ziemlich genau fünf Monaten zur Suche aufbrechen, wenn wir uns bis dahin nicht zurückgemeldet haben. Wir würden also neun bis zehn Monate auf Rettung warten. Unsere normalen Vorräte reichen noch für vierzehn Monate. Die Notrationen sind für vier Jahre ausgelegt.“

„Wir haben genug Deuterium, Brettspiele und Spielfilme, um auf die Endeavour warten zu können. Hoffentlich bevor wir die Notrationen anbrechen müssen“, erklärte Tucker mit einem schiefen Grinsen.

Ihre Diskussion wurde durch Hoshi Sato über das Interkom unterbrochen. „Wir haben eine Antwort auf unseren Notruf erhalten. Ich lese vor, weil ich es selbst nicht glauben kann: Shiva an Enterprise: Wir haben Ihren Hilferuf empfangen und sind unterwegs. ETA 29 Stunden.“

Archer wechselte überraschte Blicke mit Tucker und Benthin, bevor die Erste Offizierin seine eigenen Gedanken offen aussprach. „Es gibt in Starfleet kein Sternenschiff mit dem Namen Shiva.“

 

Die letzte Nacht hatte Jonathan Archer schlecht geschlafen. Als er jetzt auf die Brücke der Enterprise trat, war er ebenso aufgeregt, wie er es unmittelbar vor Erreichen der Anomalie gewesen war. Und die ganze Zeit grübelte er darüber, wer jetzt überhaupt ihren Notruf beantwortet hatte. Aliens würden doch weder einen irdischen Namen für ihr eigenes Raumschiff oder die englische Sprache für ihren internen Funkverkehr verwenden. Außerdem war Hoshi Sato davon überzeugt, dass der Sprecher der Shiva ein männlicher Belgier wäre. Wie sie dieses bei der kurzen Nachricht erkannt hatte, war für Archer ein Rätsel. Obwohl ihre linguistischen Fähigkeiten einem schon unheimlich sein konnten.

Ein kurzer Rundblick auf der Brücke zeigte ihm, dass bis auf Doktor Samo Oumarou und Charles Tucker III bereits sämtliche Senioroffiziere zur angekündigten Ankunft der mysteriösen Shiva anwesend waren. Der sudanesische Bordarzt zeigte weiterhin keinerlei Interesse an irgendwelchen Weltraumerscheinungen oder gar Aliens!, während der Chefingenieur im Maschinenraum schuftete und fluchte.

Auf dem Hauptbildschirm war in sicherer Entfernung die Anomalie zu sehen.

Ingeborg Benthin überprüfte mit ruhiger Selbstverständlichkeit die Sensoren. „Wenn wir die 29 Stunden als exakte Zeitangabe ansehen, sollte die Shiva in dreiunddreißig Minuten hier eintreffen. Bisher habe ich keine Warpsignatur entdecken können.“

„Könnten wir ein sich mit Warp 9 oder schneller näherndes Raumschiff überhaupt vorab entdecken?“, fragte Archer und setzte sich gleichzeitig auf seinem Kommandosessel.

Ein dünnes Lächeln erschien auf Benthins Gesicht. „Ich habe keine Ahnung. Unsere diesbezüglichen Informationen und Erfahrungen sind schlicht nicht existent.“

Mehrere Stationen piepten.

Malcolm Reed meldete beinahe lakonisch: „Wir können es nicht. Ein Raumschiff ist nur 8.000 Kilometer entfernt aus dem Warp gekommen. Und es ist sehr viel größer als eines von unseren.“

Auch Hoshi Sato las ihre Anzeigen ab. „Ich habe eine IFF als Starfleet-Einheit: USS Shiva NCC-1602-A.“

Archer sah sie verblüfft an. „Starfleet? Haben wir hier irgendeine Black Ops aufgespürt?“

Benthin schüttelte den Kopf. „Dann hätten deren Verantwortlichen vorab verhindert, dass wir hierher gereist sind.“ Gleichzeitig zentrierte sie den Hauptbildschirm auf den Neuankömmling. „Gesamtlänge über alles 560,6 Meter, Masse 1,834 Millionen Tonnen.“

Das andere Sternenschiff manövrierte trotz seiner Größe elegant zu einem Standardrendezvous parallel zur Enterprise. Wie die Schiffe der NX-Klasse besaß es einen Diskus als Hauptrumpf. Aber der restliche Aufbau wich deutlich ab. Unter dem Diskus hing ein sich zum Bug und Heck verjüngender zweiter länglicher Rumpf mit dem großen Navigationsdeflektor. Zwei eckige und eigentlich unmöglich große Warpgondeln saßen an nach hinten verschwenkten Pylonen auf gleicher Höhe mit dem Diskus.

„Wir werden von der Shiva gerufen, Captain“, unterbrach Sato Archers Betrachtung des anderen Sternenschiffes.

Auf Archers bestätigendem Nicken hin verschwand auf dem Hauptbildschirm die Shiva und wurde durch eine offensichtlich sehr geräumige Brücke ersetzt. Vor dem mittleren der drei Kommandosessel stand eine Frau, die auf dem ersten Blick einer brünetten Europäerin glich. Seltsam hochgezogene dünne Augenbrauen und spitze Ohren wie ein Elf verfälschten diesen Eindruck. Sie trug eine schwarze Uniform, deren Schultern in Rot gehalten waren.

Eine zweite, deutlich größere Frau in der gleichen Uniform trat in dem Sichtbereich der Kamera und blieb respektvoll einen Schritt neben und hinter der kleinen spitzohrigen Kommandantin stehen.

Unwillkürlich blickte Archer sich zu seiner eigenen Ersten Offizierin um. Die zweite Frau sah nicht nur menschlich aus, sondern außerdem Benthin einschließlich der hochgesteckten, aschblonden Haare sehr ähnlich.

Benthin zeigte ihr schmales Lächeln und zuckte kurz hilflos mit den Schultern.

Er sah wieder auf dem Bildschirm, räusperte sich und sprach die dort abgebildeten fremden Frauen an. „Ich bin Captain Jonathan Archer vom Sternenschiff Enterprise. Wir kommen von der Erde. Ich danke Ihnen, dass Sie uns zur Hilfe gekommen sind. Obwohl wir seit unseren Aufbruch in die Weiten des Weltalls andere, neue Welten und Zivilisationen gesucht haben, fehlen mir jetzt einfach die Worte. Aber es ist … schön, dass wir nicht länger alleine im Universum sind.“ Obwohl Sie anscheinend ein Spiegelbild aus der Zukunft von uns sind, fügte er still in Gedanken dazu.

Die kleine Elfe lächelte. „Ich bin Captain Hel vom Clan der Schwarzen Pferde des Sternenschiffes Shiva aus der Föderation der Vereinigten Planeten. Ich selbst stamme von der Welt Marik. Und ich muss gestehen, dass ich ebenfalls für einen ersten Kontakt schlecht vorbereitet bin. Wir hatten Ihren Notruf empfangen und waren anfangs davon ausgegangen, dass dieser von unser Enterprise stammt, die ebenfalls hier auf Forschungsfahrt ist. Erst unmittelbar vor unserer Ankunft bei Ihnen, konnte Captain Seven of Nine uns darüber informieren, dass das Hilfeersuchen nicht von ihr stammte, und sie auch zu weit entfernt steht, um kurzfristig selbst helfen zu können.“

Archer wurde sich bewusst, dass er auf diese Antwort hin ziemlich wieder ziemlich verdattert aussehen musste. Er sammelte sich halbwegs und zeigte mit einem Finger auf das Deck zu seinem Füßen. „Ihre … Enterprise entspricht unser Enterprise?“ Okay, das klang nun auch nicht gerade wortgewandt.

Hel schüttelte den Kopf. „Nein, oder besser gesagt nicht mehr. Die aktuell im Dienst stehende Enterprise ist ein Schwesterschiff der Shiva aus der Neo Constitution-Klasse. Sie ist das siebente … oder achte Schiff in Starfleet mit dem Namen Enterprise.“

„Das neunte Schiff, Skipper“, berichtigte die neben ihr stehende aschblonde Frau sie. „Nach der NX-01 hatte das zweite Schiff die Registernummer NCC-1701 ohne zusätzlichen Buchstaben. Nach deren …“

„Danke! Zu viel Information, Rebecca“, unterbrach Hel anscheinend schon gewohnheitsmäßig hastig einen erwarteten langen Vortrag.

Kaum hörbar vernahm Archer neben sich die Stimme von Benthin. „Kommen Sie bitte nicht auf die Idee, diesen Spruch von Captain Hel zu übernehmen.“

Hel sah wieder Archer an. In ihrer Mimik konnte er ihr deutliches Bedauern erkennen. „Aber ich fürchte, nach dem was wir bisher gesehen haben, sind Sie weiterhin alleine in diesem Universum.“

Diesem Universum, aber …“, begann Archer noch weiter zusätzlich verwirrt.

„Wir stammen aus einem Paralleluniversum, welches zeit- und entwicklungsmäßig Ihrem etwas weniger als drei Jahrhunderte voraus ist. Eines von unzähligen im Multiversum. Normalerweise hätten wir uns Ihnen nicht gezeigt, wenn es keine Notlage bei Ihnen geben würde.“ Sie zeigte ihrerseits mit einer Handbewegung in die Richtung, in welcher die Anomalie aus ihrer Sicht lag. „Dieses ist ein Portal zwischen diesen verschiedenen Universen. Und Sie sollten es nicht durchfliegen ohne die entsprechenden Navigationsdateien. Ansonsten würden Sie womöglich nicht wieder in ihr eigenes Universum zurückfinden, Captain Archer.“

„Ist es künstlich? Haben Sie es erschaffen?“, fragte Archer.

„Es ist künstlich, aber wir sind nur indirekt für die jetzige Form verantwortlich. Es gibt … mindestens ein Universum, in dem Zefram Cochrane anstelle des Warpantriebes eine Technologie für interdimensionale Reisen entwickelte. Dabei war ihm nicht bewusst, dass dadurch die Stabilität des Multiversums selbst geschädigt wurde. Es gelang einem Team aus verschiedenen Universen den entstandenen Quantenspalt vor etwa zwanzig Erdjahren rechtzeitig einzudämmen. Dadurch entstand dieses dauerhafte Portal zwischen den verschiedenen Realitäten und Universen. Auf unserer Seite dieses Portals liegt Starbase 80 als Ausgangsbasis für unsere Erforschung des Multiversums. Und um verirrten Raumschiffen aus anderen Universen zu helfen.“ Sie lächelte erneut. „Das dürfte Ihnen jetzt alles ziemlich fantastisch erscheinen.“

Archer nickte nur stumm und überwältigt. Seine Beine wurden weich. Er fühlte eine Hand an seiner Schulter.

Benthin war unbemerkt zu ihm getreten und drückte ihn nun sanft auf seinem Kommandosessel, bevor er umkippen konnte. „Einmal tief durchatmen, Jonathan. Mir ergeht es ebenso“, wies sie ihm immer noch leise an, obwohl selbst sie überwältigt wirkte.

Es gelang ihm sich wieder halbwegs zu fassen. Und weil er schon den ganzen Tag aufgeregt auf das Rendezvous gewartet hatte, hatte er kaum etwas gegessen. Was zusätzlich sein flaues Magengefühl erklärte. Er räusperte sich. „Darf ich Sie und Ihre Erste Offizierin zum Essen einladen. Damit wir uns richtig kennenlernen können. Ich sage dem Chef gleich, dass er … etwas vorbereiten soll.“ Bravo, Jonathan! Wieder mit dem Bauch gedacht? Und du willst ein gelernter Diplomat sein?, dachte er im nächsten Moment, nachdem die Worte bereits draußen waren.

Aber Hel lächelte. Nicht gekünstelt, sondern offen und ehrlich. „Darüber würde ich mich freuen. Aber meine Nummer Eins, Commander Rebecca Fisher ist Vegetarierin.“ Sie zeigte dabei neben sich auf die sie überragende, schlanke Frau.

„Ich gebe es weiter. Und auch Commander Ingeborg Benthin ist Vegetarierin“, krächzte Archer mit einer ähnlichen Handbewegung zur neben seinem Sessel stehenden Benthin. Er sah, wie seine Erste Offizierin skeptisch eine Augenbraue hob.

Dann wurde ihm erst die volle Bandbreite der Bedeutung dieser Begegnung richtig bewusst. Ja, die Menschheit war weiterhin alleine im Universum.

Aber sie waren nicht im Multiversum alleine.

„Wir sind nicht mehr alleine!“, brach aus Hoshi Sato hervor.



Und ja, diese Geschichte ist genau genommen ein Crossover mit "Picard" und "Lower Decks". Und leider musste ich für das Szenario mit T'Pol auf meine Lieblingsfigur aus "Enterprise" verzichten.

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