TrekNation

Dein Raumdock für deutsche Star Trek Fanfiction

Ein Mudd auf der Flucht

von Thilo

Kapitel 1

Im Spielkasino herrschte wieder Hochbetrieb, und es waren auch wieder erschreckend viele Klingonen unter den Gästen. Obwohl die stinkenden Barbaren sich im Gegensatz zu vielen anderen nicht beklagten, falls sie verloren. Wenigstens so lange, wie sie fair verloren.

Auch an Morgres’ Dabotisch spielten wieder zwei Klingonen mit, von denen nur einer halbwegs Englisch sprach. Und jetzt setzte sich noch ein weiterer bereits sehr viel älterer Klingone dazu. Hieß es nicht, dass sie alle jung im Kampf starben? Seine ebenso alte Frau mit einer wilden grauen Löwenmähne blieb kopfschüttelnd für einen Moment neben ihm stehen, bevor sie mit den Schultern zuckte und zur Bar des Saales ging.

„Dabo!“, rief Morgres mit der richtigen Dosis Begeisterung aus, als einer ihrer Spieler Glück hatte und die Kugel auf der Neun verblieb, auf die er gesetzt hatte.

Direkt neben ihr blieb jemand stehen. Sie sah kurz hin und erkannte, dass Alphonse Grey wieder nach seiner Pause zurückgekehrt war. Der bullige Sicherheitsmann beobachtete sichtbar gelangweilt die Gäste und das Dabospiel.

Morgres hatte eine Zeitlang befürchtet, dass Grey es auf sie abgesehen haben könnte, weil er so häufig sehr dicht an ihrem Tisch stand. Aber zu ihrer Erleichterung hatte er dann ganz offen gegenüber Bert, einem anderen Sicherheitsmann seinen Abscheu gegenüber den zahlreichen nichtmenschlichen Croupière, Serviererinnen und Gästen ausgedrückt. Selbst Erdmenschen mit einer anderen Hautfarbe als seine eigene verachtete er als minderwertig.

Er lachte leise und gehässig.

Morgres warf ihm einen kurzen fragenden Blick zu.

„Eben haben sich zwischen Saal 2 und 4 eine Klingonin und eine Andorianerin in die Haare bekommen. Keiften sich gegenseitig so laut an, dass die Wände wackelten, bevor sie von ihren Männern getrennt wurden. Schade eigentlich, dass wäre spaßig geworden, wenn die Weiber sich richtig geprügelt hätten. So konnten wir die Schlümpfe und Hackfressen nicht einmal aus dem Kasino werfen. Und einem Klingonen würde ich doch zu gerne die hässliche Visage polieren.“

Da sie sich jetzt auf das Dabospiel konzentrieren musste, konnte sie ihm nicht antworten. Nicht, dass ihm ihre Meinung interessiert hätte. Zum Glück schienen die Klingonen am Spieltisch es nicht mitbekommen zu haben oder einfach zu ignorieren. Aber es war seltsam. Jedes Mal, wenn Grey an ihrem Tisch stand, schien es deutlich weniger Gewinner zu geben.

Während die Spieler ihre Einsätze machten, sah Morgres weitere Klingonen in den Saal kommen. Das waren heute wirklich viele!

„Das ist die klingonische Hexe von vorhin“, sagte Grey neben ihr, um dann die beiden Neuankömmlinge zu ignorieren.

Es war ein Paar in mit weißgrauen Pelz besetzter Zivilkleidung, welche trotzdem den rüstungsartigen Militäruniformen der meisten anderen Klingonen ähnelte. Der große, brutal aussehende Mann gehörte zu der Erdmenschen gleichender Unterart ohne Stirnwülste und Nasenhöcker. Seine ebenso hochgewachsene Frau hingegen entsprach dem üblichen Bild einer Klingonin. Beide unterhielten sich leise in ihrer harten, abgehackten Sprache. Nach dem Wortwechsel ging der Mann zum Dabotisch und setzte sich auf einem noch freien Stuhl direkt rechts von Morgres.

Seine Frau sah ihm hinterher und stemmte dabei entrüstet ihre Hände in die Hüften.

„Es tut mir Leid, Sir. Aber die Wetteinsätze wurden bereits abgeschlossen. Sie können erst in der nächsten Runde ihren eigenen Einsatz machen“, erklärte Morgres ihm nervös, obwohl nach ihrer eigenen Erfahrung gerade die klingonischen Männer entgegen ihrem Ruf erstaunlich umgänglich waren. Die Frauen waren ihr dagegen gar nicht geheuer.

Ein Grinsen erschien kurz im bärtigen Gesicht des Klingonen. „Auch gut, dann wird es hoffentlich das einzige Pech in diesem Spiel für mich sein“, erwiderte er in perfekten Englisch. Er wandte sich an den alten Klingonen ihm gegenüber in seiner eigenen Sprache.

Der Alte lachte laut bei seiner ebenso unverständlichen Antwort.

Die nächsten Runden waren ereignislos. Aber Morgres bemerkte doch, dass es wieder keine Gewinner gab. Und jetzt kam die Kugel schon wieder auf der Sechs zum Liegen.

„DaH!“, wurde neben ihr von einer harten Frauenstimme gefaucht.

Morgres blickte vom Spieltisch auf und sah gerade noch, wie die alte klingonische Frau Grey am Kragen packte, während gleichzeitig die jüngere hochgewachsene Klingonin seine Hand ergriff und gewaltsam aus der Sakkotasche zog.

Ein elektronisches Gerät entglitt dem Wachmann und klapperte auf dem Dabotisch direkt vor die Spieler.

Klingonen und andere Spieler erhoben sich erbost, als sie wie Morgres den Zweck der Fernsteuerung erkannten. Deshalb gab es also so wenig Gewinner, wenn Grey am Dabotisch stand.

„Falschspiel!“

„taHqeq!“

„Betrug!“

Auch an den umliegenden Spieltischen im Saal herrschte schlagartig Stille, während die anderen Spieler und Gäste nachsahen, was gerade passiert war.

Die beiden Klingoninnen stießen den Sicherheitsmann von sich fort und auf den Tisch, packten Morgres an den Armen und schoben diese schnell zum Ausgang des Saales, bevor sie irgendwie protestieren konnte.

„Lauf!“, befahl die Ältere ihr.

Hinter sich hörte Morgres, wie der schwere Spieltisch umgekippt wurde. Und sie sah die halbe Wachmannschaft in den Saal stürmen und angesichts der wütenden Spieler unentschlossen zögern.

Irgendjemand warf eine Weinkaraffe auf die Wachmänner, verfehlte aber sein Ziel. Wein und Glassplitter gingen auf die Männer nieder, als die Karaffe an der Wand zerschellte.

Unmittelbar darauf schien die Hölle im Saal auszubrechen, als Spieler und Wächter aufeinander losgingen. Andere Gäste und die Croupière von den Nebentischen flohen panisch.

Grey stürzte sich rachsüchtig auf die alte Klingonin, die ihm jedoch mit einigen Fausthieben niederstreckte und dabei bösartig lachte.

Morgres schüttelte endlich ihre Überraschung und Verwirrung ab und rannte los. Hinter ihr hörte sie Schreie und Gepolter. Glas zerbrach klirrend. Während sie im Slalom an Gästen und Mitarbeitern vorbeilief, wurde ihr mit Schrecken die volle Bedeutung klar. Grey und seine Komplizen würden wahrscheinlich sie als Sündenbock vorschieben, um sich selbst zu schützen. Mr Schroetter würde ihr als Frau und erst recht als Nichtmensch nicht glauben, und sie für das Falschspiel und die Schlägerei verantwortlich machen. Sie würde in einem seiner Bordelle landen, wenn sie Glück hatte. Wobei sie sich nicht sicher war, ob das irgendwie besser wäre, als wenn sie einfach irgendwo tot in einem Straßengraben geworfen werden würde. Und was würden Mr Schroetters Schläger womöglich ihrem kleinen Bruder Elrik antun? Er war wertlos für sie. Obwohl sie auch da fürchterliche Gerüchte gehört hatte.

Sie erreichte die Straße und ignorierte die Blicke von den wenigen Passanten über ihren Anblick mit dem tief ausgeschnittenen, hauchzarten Kleid ohne Jacke im einsetzenden Schneeregen. Sie musste hier weg. Und sie würde auf keinen Fall Elrik zurücklassen.

 

Kaum, dass ihre Schlüsselkarte die Tür entriegelt hatte, riss sie diese auf und stürmte in ihr kleines Appartement. Im kombinierten Wohn- und Schlafzimmer war niemand. Die Tür zum winzigen Badezimmer stand zur Lüftung offen. Aber auch dieses war leer. Morgres stürmte auf dem Balkon und wollte gerade die davon abgehende Küchentür aufrupfen, als diese sich von selbst öffnete.

Elrik sah verwirrt aus der Küche heraus. „Was ist los?“

Morgres ging neben ihn in die Knie und umarmte ihn und strich über sein hellblaues Haar. „Den Ahnen sei Dank! Du bist unversehrt. War jemand hier, Elrik?“

Ihr kleiner Bruder schüttelte immer noch verwirrt den Kopf. „Nein, ich habe nach der Schule einen Süßkartoffelauflauf vorbereitet und wollte ihn gerade in den Ofen schieben. Ich hatte so früh am Abend noch nicht mit dir gerechnet. Ist etwas passiert?“

„Ja, vergiss den Auflauf. Wir müssen hier weg. Pack eine Tasche mit deinen Sachen.“ Da Elrik sie immer noch verständnislos anstarrte, erklärte sie hastig. „Es ist im Kasino zu einem Aufruhr und zu einer Schlägerei gekommen, weil Alphonse Grey, einer der Wächter das Dabospiel manipuliert hatte. Und Mr Schroetter wird wahrscheinlich mich dafür verantwortlich machen. Er wird eher Alphonse Grey als mir glauben.“

Seine Augen weiteten sich, als er die Lage verstand. „Wohin können wir flüchten?“

„Ich weiß es nicht. Raus aufs Land in eine der kleinen Siedlungen, wo er keinen Einfluss hat. Oder besser irgendwie weg von Hesperus IV. Lauf und pack deine Sachen!“

 

„Dreck!“ Willard Polk blieb auf dem Weg zum Schreibtisch vor einem der großen Wandspiegel in seinem weitläufigen lichtdurchfluteten Büro in der Villa von Mr Schroetter stehen und betrachtete seine Verletzungen im Spiegelbild missmutig.

Eine gepolsterte Schiene verdeckte seine gebrochene Nase in dem angeschwollenen Gesicht. Sogar sein Vollbart musste stellenweise abrasiert werden, damit der Arzt die große Platzwunde an der Wange nähen und behandeln konnte.

Wenn er die große Orion-Hure wider Erwartens zu fassen bekommen würde, würde sie dafür bezahlen, was sie ihm angetan hatte.

Aber die beiden Huren dürften bereits mehrere Lichtjahre entfernt sein, nachdem sie sich mit den von ihnen entführten Mr Schroetter und Dromel auf ihr wartendes Raumschiff beamen ließen. Damit war es nur eine Frage der Zeit, bis das für die Entführung verantwortliche Orion-Syndikat aus dem korrupten, ehemaligen Starfleet-Commodore die Koordinaten seiner Waffenverstecke herausquetschen könnten. Möglicherweise würde der fette Feigling diese sogar freiwillig und ohne Folter rausrücken. Immerhin hatte er ja auch Mr Schroetter abgekauft, dass die Elasi-Piraten ihm dafür ein sicheres und luxuriöses Asyl vor der Föderation bieten würden.

Polk fluchte angesichts der verdammten, grünhäutigen Schweine. Immer noch fragte er sich, wie es den beiden Frauen gelungen war, einen Subraumsender in die Villa zu schmuggeln, obwohl sie beide nur Spitzenunterwäsche anhatten. Er hoffte eine Auflösung dafür durch die Scannerprotokolle vom Raumhafen.

Es klopfte an der Bürotür.

Polk riss sich von dem Spiegelbild seines entstellten Gesichts los. „Herein!“, befahl er. Dann starrte er verblüfft Jefferson Lang, dem Chef der Sicherheitstruppe im Spielkasino an. „Was zum Teufel ist mir dir passiert?“

Mit einem Stöhnen ließ sich Lang auf einen Sessel fallen. „Die gleiche Frage könnte ich dir stellen, Polk. Mich hat eine verfluchte Klingonin durch ein Glasfenster geworfen. Grey hat sich bei der Profitoptimierung am Dabotisch erwischen lassen.“

„Dieser Idiot! Habt ihr nicht den Spielern das Dabomädchen als Sündenbock geliefert?“

Lang schüttelte den Kopf. „Nicht genug Zeit und zu viele Klingonen. Und die Schlampe hat sich noch vor der eigentlichen Schlägerei abgesetzt.“

„Dreck! Mit etwas Glück ist sie Nachhause geflohen. Schicke ein paar Jungs dorthin, die sie zum Schweigen bringen. Die Polizei soll es danach als Tat von Obdachlosen oder ähnliches abhaken“, grollte Polk nach kurzem Überlegen. „Oder wäre sie etwas für die Bordelle?“

„Ist bereits erledigt. Und ich habe die Jungs angewiesen, sie nicht zu sehr zu beschädigen. Sie ist einer dieser Pseudo-Menschen mit weinroter Haut und hellblauen fast weißen Haaren. Keine Ahnung wie die sich nennen. Sollte sich im Bordell gut verkaufen lassen. Aber was ist hier eigentlich passiert? Und wo ist Mr Schroetter?“, antwortete Lang.

„Mr Schroetter wurde zusammen mit dem Starfleet-Idioten entführt. Die beiden Huren des heute angekommenen Specials gehörten offenbar zu einem Orion-Syndikat. So ein Dreck!“

Lang tastete seinerseits nach den Pflastern auf seinem Gesicht. „Könnten es Agenten von Starfleet gewesen sein?“

„Glaube ich nicht. Die beiden stammten aus einer Lieferung von Glandberg und die Größere war eine Orionerin – war so bestellt worden.“ Polk überlegte kurz. „Aber schon seltsam, dass es gleichzeitig zur Entführung von Mr Schroetter und zur Schlägerei im Kasino gekommen ist.“

„Kann im Kasino nichts mit Orionern zu tun haben. Es waren die beschissenen Klingonen. Wir hätten die Hackfressen gar nicht erst hineinlassen sollen“, erwiderte Lang immer noch erbost.

Klar, dachte sich Polk. Klingonen und Orioner arbeiteten nicht zusammen, sondern brachten sich lieber gegenseitig um. Und auf keinen Fall würden sie sich miteinander oder mit den Feds zusammentun. Abgesehen davon, wäre es als Ablenkungsmanöver sinnlos gewesen, da sie es in Mr Schroetters Villa erst lange nach der Entführung erfahren hatten. Ihm kam ein schrecklicher Gedanke, angesichts der Rachsucht von Klingonen. „Habt ihr einige der Hackfressen gefangengenommen?“

„Machst du Witze? Die haben uns zusammen mit ein paar der anderen Spieler auseinandergenommen und sind danach zusammen abgezogen. Wahrscheinlich feiern sie irgendwo feuchtfröhlich ihren glorreichen Sieg. Willst du, dass unsere Jungs sich einen oder zwei schnappen?“

„Besoffen? Eher jongliere ich mit Hornissennestern! Womöglich würde eine ganze Flotte ihrer Kriegsschiffe hier auftauchen. Bekloppt genug sind die Hackfressen“, widersprach Polk aufgebracht.

Das Computerterminal auf dem Schreibtisch piepste und kündigte damit einen Anruf an.

Schwerfällig ließ sich Polk auf dem Schreibtischsessel fallen. „Glandberg! Na, der kann was erleben!“

Auf dem Wandbildschirm erschien Zak Glandberg, die rechte Hand von Lord Captain des  Crane-Clans der Elasi. Er lümmelte sich im Kommandosessel der Blood Asp, dem neuen Flaggschiff von Lord Captain Tobias Crane herum. Bei Polks Anblick setzte er sich überrascht auf. „Was ist dir denn passiert?“

„Das musst gerade du fragen! Die riesige Orionerin und die Blondine, die du geliefert hast, waren Agenten eines Orion-Syndikats! Und musste das grüne Weib unbedingt so megagroß sein? Die hat zugeschlagen wie eine Abrissbirne!“

Glandberg legte nachdenklich die Fingerspitzen seiner Hände zusammen. „Orion-Syndikat? Das kann nicht sein. Wir haben die Beiden aus verschiedenen sicheren Quellen beschafft. Und megagroß? Ja, Dromel wollte eine Orionfrau, die größer ist als er. Aber er ist doch nun wirklich nicht ungewöhnlich groß. Außer in der Breite!“

„Sie war einen ganzen Kopf größer als der Fettklops ... oder ich. Und sie haben sowohl Mr Schroetter wie auch Dromel auf ein bereitstehendes Fluchtschiff entführt!“, widersprach Polk.

„Shit! Wir sprechen von der gleichen Orionfrau? Die zusammen mit dem aschblonden Mädchen als Magma-Austern deklariert war und von dem Volltrottel Mudd geliefert wurde?“

„Ja!“, bestätigte Polk ihm erbost.

Glandberg schüttelte irritiert den Kopf. „Ich war dabei, als sie für den Versand in dem Stasiscontainer verpackt wurden.“ Er lachte böse. „Qualitätsprüfung, du verstehst. Die Grüne war ... etwas über sechs Fuß oder so. Also allenfalls nur wenig größer als du.“

„Hast du noch die Katalogbilder der beiden?“, fragte Polk, als ihm ein Gedanke kam. Sechs Fuß dürften irgendwas über 180 Zentimeter sein, also sehr viel kleiner als die gewalttätige Orionfrau. Warum musste Glandberg immer noch an diesen uralten und ungenauen Maßeinheiten festhalten?

„Robert, such die Bilder von den beiden aus dem letzten Special für Schroetter raus“, befahl Glandberg jemanden außerhalb der Kameraerfassung.

Auf dem Bildschirm erschienen anstelle von Glandberg die Katalogbilder von zwei Frauen – einer Orionerin und einer sehr jungen, menschlichen Blondine – mit glasigen, starren Blick. Glandberg hielt es immer für besser, die Ware mit Drogen ruhig zu stellen, damit sie nicht womöglich vorher beschädigt wurde. Außerdem erleichterte es das Handling und den Versand.

„Dreck!“, stieß Polk aus. „Das sind andere Weiber. Ähnliche Typen, aber eindeutig nicht die gleichen, die hier geliefert worden sind.“

„Sie müssen dann, bei der Anlieferung ausgetauscht worden sein. Ich war schließlich dabei, als sie in Stasis gepackt wurden ... Mudd!“

Polk nickte grimmig. „Sie können die Huren nicht ohne ihn ausgetauscht haben. Und sie waren bei der Landung bereits nicht mehr in Stasis. Er dürfte also doch nicht so blöd sein, wie er tut. So ein Dreckskerl! Ich melde mich wieder. Aber ich muss jetzt zusehen, dass wir ihn einkassieren und kaltmachen, bevor er türmen kann.“

Mit einem Kopfschütteln widersprach Glandberg: „Nicht kaltmachen! Oder zumindest nicht sofort kaltmachen. Möglicherweise weiß er, wo Schroetter und Dromel hingebracht wurden.“

„Stimmt, aber nur mit The Wasp kann ich nichts ausrichten, wenn er sich absetzen sollte und womöglich auf ein Syndikatsschiff flüchtet.“

Glandberg lachte wieder böse. „Keine Sorge. Ich kann mit einem unserer neuen Kreuzern aus Tobias geheimer Quelle zu euch stoßen. Der erbeutete Starfleet-Pott wäre mir lieber, alleine um den Feds die Schuld in die Schuhe schieben zu können. Aber Perez ist sich nicht sicher, wie schnell er das Ding wieder zusammengeflickt bekommt.“

„Ja, es wäre echt hilfreich gewesen, wenn die Verräter nicht das halbe Schiff in die Luft gesprengt hätten, um die restliche Besatzung in den Ruhestand zu versetzen“, warf Lang ätzend ein.

Polk erhob sich bereits von seinem Sessel. „Okay, ich melde mich, falls wir Verstärkung brauchen. Treib den Mexikaner an, damit er mit der Reparatur in Gange kommt. Ich muss jetzt tätig werden, bevor Mudd abfliegt. Wenn er noch in der Bar auf dem Raumhafen hockt, wäre es das Einfachste.“


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