TrekNation

Dein Raumdock für deutsche Star Trek Fanfiction

His Comfort-Woman

von Iriana Nor

Kapitel 1

Prolog

Die Schriftstellerin beendete die Arbeit an ihrer letzten Kurzgeschichte.
Ihre Augen blickten etwas müde hinter der Brille, es war 2 Uhr nachts, aber das war ihre kreativste Zeit, die Nacht…
Sie schrieb am Liebsten Fanfiction von ihrer Lieblingsserie. Die Sciencefiction Serie war schon 33 Jahre alt und sie liebte sie immer noch glühend. Die Charaktere, die Geschichten…und das, was nicht erzählt wurde, schrieb sie in ihre Storys.
Ab und an schlüpfte sie in Gedanken in eine dieser Charaktere, manchmal eine der Vorgegebenen der Serie, manchmal in eine selbst kreierte, überlegte, wie sie sich gefühlt hatten. Überlegte, wie sie selbst sich fühlen würde, wenn sie dort wäre…
Die Story, welche sie gerade geschrieben hatte, handelte von einer jungen, schönen Bajoranerin zur Besatzungszeit auf Terok Nor. Aber irgendwie war sie nicht ganz zufrieden, sie wünschte, sie könnte wirklich einmal dort sein, ein paar Stunden oder Tage durch die Augen der kreierten Bajoranerin zu jener Zeit sehen, fühlen, erleben…

Sie ging zu Bett und noch bevor sie ins Traumland glitt, wanderte Ihre Seele an einen anderen Ort …

1.

Als die Schriftstellerin erwachte, wusste sie sofort, dies war nicht ihre Wohnung.
Sie lag auf einer schmalen Pritsche in einem schlichten Raum, mit drei weiteren Betten. An der Wand standen vier schmale Spiegelschränke, in einer Ecke ein runder Tisch mit vier Stühlen. Eine Tür zu einem kleinen Bad, aus dem gerade eine ihrer Mitbewohnerinnen kam, die zu ihr ging und ihr die Bettdecke wegziehen wollte.
„Nanee, steh auf! Wir zwei haben heute einen neuen Job und dürfen nicht zu spät kommen! Du kannst ins Bad, ich bin fertig. Die anderen beiden sind schon bei der Arbeit.“
Die Angesprochene starrte die junge Frau vor dem Bett an.
Vor ihr stand eine recht hübsche Bajoranerin…
Das Fenster…
Sie ging zum Fenster und starrte…ins All…Sie sah einen Pylonen, an dem ein cardassianisches Schiff andockte…und dahinter sah man…Bajor!
Das konnte doch nicht sein…Sie fasste sich an die Nase, aber sie wusste es eigentlich schon vorher und dachte: ‚Ich bin nicht ich…‘
Sie war ebenfalls eine Bajoranerin…
„Wer bist du?“ fragte sie unbedacht.
Die junge Bajoranerin lachte.
„Alles ok… mit dir? Ich bin Mileen, uns haben sie gestern aus dem Lager geholt um auf Terok Nor als Dienstmädchen zu arbeiten. Heute sind wir in der Bar eingeteilt und wenn wir uns nicht beeilen, holen sie zwei andere Mädchen und stecken uns in die Erzverarbeitung…Alles, nur das nicht… Schnell jetzt!“

Zögernd ging Nanee Richtung Bad, irgendwie mechanisch. Alles war fremd, aber doch irgendwie vertraut…Terok Nor…
Besatzungszeit…
Sie trug ein schlichtes Nachthemd, ärmellos, ging bis zu den Knie. Als sie am Spiegel vorbeiging, blieb sie unwillkürlich stehen.
Sie dachte:
‚Ich bin jung, vielleicht 24 oder 25, hübsch, rotblonde lange Haare, große, braune Augen, sehr schlank, vielleicht 1.75 groß… Sie war Nanee, ihre eigene Erfindung….
Sie ging ins Bad, nahm eine kurze Sonic Dusche…Die Strahlen kitzelten auf der Haut…‘Nicht schlecht, dachte sie, Wasser ist zwar schöner, aber dafür bleiben die Haare trocken…‘ Zum Zurecht machen blieb ihr nicht viel Zeit, Mileen drängelte von draußen. Sie putzte die Zähne, kämmte sich und dann zog sie etwas ähnliches wie Mileen an, wobei die Auswahl in ihrem Schrank nicht wirklich groß war. Dazu ein paar flache, zweckdienliche Schuhe, das war‘s. Dienstmädchenkluft…
‚Bin ich in meiner…Geschichte, die ich gestern Abend geschrieben habe? Bin ich verrückt? Oder ist das ein Traum?
Wenn ich aber in meiner Geschichte wäre…dann weiß ich was passieren wird…das wird heftig. Ich muss hier schnellstens weg…‘ dachte sie etwas panisch.
Sie gingen zur Promenade, an Shops und Ständen vorbei und standen dann vor „Quarks“, der Casino-Bar.
Während ihres Weges hatte Mileen munter drauflosgeplaudert, sie freute sich auf die Arbeit im „Quarks“.
„Wenn wir dem Barbesitzer gefallen, kann es sein, dass wir vielleicht Dabo-Girls werden können, oder einer der Cardassianer entdeckt, dass wir uns vielleicht als „Comfort-Women“ eignen…“ schwärmte sie.
Nanee blickte Mileen ungläubig an und die Schriftstellerin in ihr dachte:
 ‘Habe ich wirklich eine derart naive Bajoranerin kreiert?‘
Sie wusste nichts über Mileens Hintergrund, in ihrer Story war das nicht relevant, sie war aus einem anderen Lager, sie hatten sich gestern, als sie als Dienstmädchen verpflichtet wurden, zum ersten Mal auf dem Transportschiff gesehen. Oder war die Handlung hier doch dynamisch? ‚Die Charaktere sind momentan noch so, wie ich diese erfunden habe, aber mal sehen, wie das weiter geht…‘
Sie betraten „Quarks“.
Es war Vormittag und noch nicht für Gäste geöffnet.
Quark, der Betreiber war hinter der Bar und polierte Gläser.
Die jungen Frauen stellten sich vor die Bar und warteten, bis er sie bemerkte, was nicht lang dauerte.
Er kam herum und sah beide abschätzend von oben bis unten an. Ging um sie herum. Nanee kam sich vor wie auf dem Viehmarkt…
‚Als nächstes schaut er, ob wir gute Zähne haben…‘ dachte sie spöttisch.
Aber er lächelte nur.

„Sehr hübsch…eigentlich zu hübsch für Dienstmädchen…
Trotzdem, fangt erst mal an das ganze Geschirr hier abzuräumen und die Tische zu säubern, dann wird der Boden gesäubert. Ach und wenn ihr Latinum oder Chips findet, abliefern, ihr könnt nichts verstecken, nach der Schicht werde ich euch…durchsuchen…“ 
Er leckte sich genüsslich über die Lippen. Nanee wurde leicht übel.
‚Der Ferengi durchsuchte sein Personal? Das war neu…so hatte ich das definitiv nicht geschrieben…‘
Es muss hoch her gegangen sein, am vergangenen Abend, die Tische waren übervoll mit Geschirr und Gläsern, der Boden sehr dreckig von diversen Flüssigkeiten, Krümel, Papierschnipseln, Essensresten…
 Es schauerte Nanee, aber sie arbeitete mit ihrer Kollegin so schnell es ging die Weisung von Quark ab.
Nach drei Stunden war alles tip-top und Quark begutachtete unsere Arbeit mit einem anerkennenden Nicken. 
Nach einer kurzen Pause, in der sie Tee und ein paar trockene Kekse bekamen, durfte Nanee Gläser polieren und Mileen reinigte gründlich die Bar und die Theke.

Als die Schicht am Mittag endete, nahm Quark seine neuen Angestellten in sein Hinterzimmer mit und befahl, dass wir uns ausziehen sollten.
Genüsslich sah er dabei zu, wie die beiden Frauen ihre Kittelkleider abstreiften und in ihrer funktionalen Unterwäsche dastanden.
Er trat zu uns und griff geschickt an unsere Höschen, befühlte den Schritt…
Nanee zuckte zusammen und hatte das Verlangen, ihm ins Gesicht zu schlagen, unterdrückte es aber mit Mühe. Unter den Hemdchen konnte man eigentlich nichts verstecken, da man keine BHs kannte, die Hemdchen hatten eine leichte Bruststütze eingearbeitet. Er tastete trotzdem genüsslich am Hemdausschnitt ihre Brüste ab und meinte anschließend:
„Gut, sehr gutes Material...ihr könnt euch wieder anziehen. – In ein paar Tagen werde ich entscheiden, ob ich eine von euch am Dabo Tisch gebrauchen kann, dort wird eine Stelle frei…Bis dahin könnt…ihr eure Talente beweisen…“
 Er sah beide noch mal abschätzend an, bezahlte den geringen Lohn und dann waren wir entlassen.
Wütend und gedemütigt lief Nanee neben Mileen in ihr Quartier. Mileen schien ungerührter von dem „Gefummel“ des Ferengis zu sein.
‚Wahrscheinlich träumt sie schon von einem Leben als Dabo-Girl…‘ dachte Nanee. ‚Aber, wenn man es von ihrer Sicht aus sieht, was ja eigentlich auch meine momentan ist, wäre das schon ein Aufstieg, von einer Bjoranerin im Arbeitslager zum Dienstmädchen und dann Dabo-Girl, wahrscheinlich aber der zumindest zeitweiligen Geliebten von Quark und immer in Gefahr, dass einer der Cardassianer sie in sein Bett holt, sie benutzt und wieder fallen lässt, da könnte sie wahrscheinlich auch Quark nicht davor schützen…‘

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