Die ältere Cardassianerin nahm ihre weinenden Töchter behutsam in den Arm.
„Er hat mich gedemütigt, Mutter. All die Jahre, diese Gerüchte von seiner Geliebten und dem Bastard…Aber solange es nur Gerüchte waren, war es mir egal. Dann aber, als er es gewagt hat, dieses Mädchen nach Cardassia zu bringen, sie überall mit hinzunehmen, habe ich ihn verlassen und die jüngeren Kinder mitgenommen. Er wird sie nie wiedersehen, das schwöre ich dir! Und ich werde mich scheiden lassen!“
Die ältere Frau wiegte ihre Tochter in den Armen und sagte: „Das ist dein gutes Recht, Siana. Seine Mutter hat ihn enterbt und ich habe dafür gesorgt, dass seine Vorgesetzten ihn degradiert und versetzt haben. Er müsste jetzt eigentlich als Frachter Captain sein Leben fristen, aber leider kam es durch die Einmischung der Klingonen und die Hilfe, welche er von dieser ehemaligen Terroristin hatte, etwas anders und er dümpelt auf diesem Bird of Prey im Weltall herum und versucht den Helden zu spielen.“ „Es geht ihm noch viel zu gut, für das was er mir angetan hat. Ich wünschte, er wäre tot.“ „Oh mein Kind, das wäre zu einfach. Vielleicht erledigen ihn auch die Klingonen, aber ich habe eine viel bessere Idee.“ „Was könnten wir tun? Leider gibt es keine Gesetze gegen herumhuren und Bastarde in die Welt setzen, sonst würde ich es genießen, ihn in einem finsteren Gefängnis, den Rest seiner Tage schmoren zu sehen!“
„Nein, nein, ich habe da etwas viel Subtileres, Schmerzhafteres im Sinn. Sein Bastard lebt nun bei dieser Frau auf Terok Nor, Deep Space Nine, wie sie es nennen. Sie wird unser Ziel sein. Er muss das Mädchen schon sehr lieben, er hat sie nach Cardassia gebracht, obwohl er sich über die Konsequenzen klar gewesen sein musste. Wenn wir sie töten lassen, ist er gebrochen, Siana. Dann ist die Schande gerächt.“
Siana trocknete ihre Tränen und lächelte böse. „Und wer wird es tun, Mutter?“ Die alte Frau lächelte ebenfalls und meinte: „Ich werde jemanden finden, Tochter.“