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The Decision

von Xily

Kapitel 1

Es war zum verrückt werden. 
Es sollte geheim bleiben und jetzt wusste es schon fast das ganze Schiff. 
Und wegen wem wohl? Natürlich wegen Tom, der jedem erzählt hatte das Kathryn sich in ein Hologramm verliebt hatte, es war so demütigend. 
Was habe ich mir nur dabei gedacht als ich Michael geküsst habe? 
„Doctor an Janeway,” drang die Stimme vom Doctor aus ihrem Komunikator. 
„Was kann ich für Sie tun Doctor?“ fragte sie sachlich. 
„Ich würde Sie gerne in der Krankenstation sprechen. Es geht um die Ereignisse der letzten Tage.“ 
Natürlich, was auch sonst. 
Seit sie dem Doctor ihr Herz ausgeschüttet hatte ließ er sie nicht mehr mit Vorschlägen in Ruhe. 
Sie wusste das er ihr nur helfen wollte, aber langsam wurde es ziemlich ärgerlich ständig auf die Krankenstation gehen zu müssen. 
„Ich bin gleich bei ihnen. Janeway ende.“ Sie beendete den Komkanal. 
Missmutig stand sie auf und machte sich auf den Weg in die Krankenstation. 
Dort angekommen kam sofort der Doc auf sie zugelaufen. 
„Captain, ich habe seit unserem Gespräch wegen Michael ihre Werte kontrolliert. Sie leiden unter Stress. Außerdem schlafen und essen Sie noch weniger als bisher. So kann das nicht weitergehen.“ 
„Doctor. Mir geht es bestens. Ich bin gesund,“ widersprach Janeway. 
„Bis jetzt noch, aber wenn das so weiter geht, suspendiere ich Sie vom Dienst. Sie schaden sich selbst. Ich würde nur zu gerne wissen warum.“ 
Janeway sprach gepresst, so als müsste sie sich zusammen reisen: „Doctor, die letzten Tage waren hart für mich. Inzwischen weiß Dank Paris das ganze Schiff, das ich mich in Michael verliebt habe. Sie erteilen mir ständig Ratschläge. Schon mal daran gedacht, dass ich selber ein Mensch bin und für mich sorgen kann?“ 
Der Doctor sagte zuerst gar nichts. 
Er wusste nicht genau was er dazu sagen sollte. 
Schließlich meinte er: „Captain, aber wie es scheint, brauchen Sie jemanden der auf Sie aufpasst und Sie zum Lachen bringt, wenn Sie schlecht gelaunt sind.“ 
Da haben sie recht, aber diese Person hat sich leider von mir abgewandt, dachte sie traurig. 
Seit Chakotay das mit Michael wusste hatte er sich von ihr zurückgezogen. 
Ihre persönlichen Gespräche im Bereitschaftsraum waren verschwunden. 
Und das Lächeln, das sie so sehr von ihm brauchte, sah sie auch immer seltener. 
„Doctor,...“, fing sie an, „...es ist nicht so leicht wie Sie sich das vorstellen. Ich bin der Captain. Und ich kann nicht jedem die Ohren voll heulen, wenn es mir schlecht geht.“ 
„Es verlangt ja auch niemand, dass Sie jedem ihre Probleme erzählen. Aber ich bin Arzt und momentan sehe ich genau das es ihnen nicht gut geht und...“ 
Janeway unterbrach ihn: „Sie wissen doch genau warum es mir momentan nicht so gut geht.“ 
„Ja, dass weiß ich. Um ihnen einen Ratschlag zu geben. Entscheiden Sie sich für einen. Michael oder Chakotay.“ 
Mit diesen Worten verschwand der Doc in dem Nebenraum und beachtete sie nicht mehr. 
Na toll, hat mir jetzt auch sehr viel geholfen, dachte sie frustriert. 

Später saß Kathryn in ihrem Bereitschaftsraum und dachte nicht mehr an die Worte vom Doctor. 
Sie saß an ihrem Schreibtisch, eine Tasse Kaffee neben ihrer Hand, ein paar PADDs auf ihrem Tisch und ein PADD in der Hand. 
Es war Tuvoks Sicherheitsbericht. 
Ellenlang und immer dasselbe. 
Seufzend legte sie das PADD beiseite und nippte genüsslich an ihrem Kaffee. 
Als der Türmelder summte hob sie den Kopf und sagte herein. 
Chakotay trat ein. 
Er lächelte sie an und reichte ihr ein PADD. 
Sie nahm es dankend entgegen. 
„Wie geht es ihnen?“ fragte er. 
Sie starrte ihn einen Moment an. 
Er redete wieder mit ihr. 
Persönlich. 
Warum hatte er seine Meinung geändert? 
Schließlich kam es ihr vor als wäre sie ihm in den letzten Tagen ziemlich egal gewesen. 
Sich nicht weiter mit dem Gedanken beschäftigend fragte sie: „Wie soll es mir denn gehen?“ 
Die Worte klangen barsch, was sie eigentlich nicht wollte. 
Aber der Schmerz, dass er sie in den letzten Tagen so allein gelassen hatte, saß immer noch in ihr. 
Trotzdem war sie sehr froh, dass er sich nach ihrem Wohlbefinden erkundigte. 
„Wie gehen Sie mit der Sache um, dass inzwischen das ganze Schiff weiß das Sie mit Michael zusammen sind?“ 
Sie antwortete erst nicht. 
Dann meinte sie: „Chakotay, Sie kennen die Crew. Ein Geheimnis lässt sich hier nie lange geheim halten. Es war mir klar, als der Doctor mir sagte das Michael auf einen Baum geklettert war und meinen Namen gerufen hat, dass Tom es weiß. Er war ja dabei. Und Sie kennen Tom, was er weiß, weiß bald das ganze Schiff.“ 
„Da haben Sie recht. Aber stört es Sie gar nicht?“ 
Kathryn stand auf und stellte sich vor Chakotay. 
„Natürlich stört es mich. Es hat mich gestört als mir plötzlich von der ganzen Crew ein Verhältnis mit ihnen angedichtet wurde, und es stört mich jetzt auch wieder. Aber ich kann dagegen nichts tun und deswegen bleibt mir nichts anderes übrig als es zu akzeptieren. Sie wissen ja was passiert, wenn ich ein Verhältnis abstreite. Das hat man bei unserem angeblichen Verhältnis gesehen.“ 
„Ja, die Gerüchte verschärfen sich nur noch,“ meinte Chakotay humorvoll. 
„Genau.“ 
Die alte humorvolle Art war wieder eingekehrt und Kathryn spürte, wie sie sich darüber freute. 
„Die Crew liebt es halt Gerüchte über ihren Captain und Ersten Offizier zu erfinden.“ 
„In letzter Zeit haben sie das zum Glück gelassen. Oder haben sie ein neues Gerücht über uns aufgeschnappt?“ fragte sie schelmisch. 
„Tut mir ja leid ihre Laune zu gefährden, aber das habe ich.“ 
Ein unterdrücktes Stöhnen kam von seinem Gegenüber. 
„Das darf doch nicht wahr sein. Wie lautet das Gerücht diesmal?“ 
„Ganz einfach. Sie haben mich verlassen, weil Sie Michael lieben, und anscheinend habe ich jetzt Liebeskummer und heule mir die Augen aus.“ 
Ein Lächeln stahl sich auf ihr Gesicht. 
„Hm, die Gerüchte werden auch immer besser.“ 
„Allerdings,“ antwortete Chakotay und schaute sie auf eine Weiße an, die sie nicht interpretieren konnte. 
„Lieben sie ihn wirklich?“ 
Kathryn starrte ihn einen Moment an, bevor sie antwortete: „Warum fragen Sie das?“ 
Ihre Stimme zitterte leicht. 
„Nur so.“ 
„Ich... ich liebe ihn.“ 
Sie schaute ihm in die Augen und sah darin Schmerz. 
Verdammt Chakotay, lassen sie das. Es ist für mich genauso schwer. 
Chakotay nickte langsam. 
Beide sahen sich für Sekunden in die Augen, bevor Chakotay seinen Kopf langsam beugte und ihre Lippen anstrebte. 
Kathryn hob ihren Kopf und kam ihm ebenfalls näher. 
Ihre Lippen berührten sich und sie küssten sich zärtlich. 
Dann zog Kathryn plötzlich ihren Kopf zurück und stammelte: „Ich... ich kann nicht. Verstehen Sie das doch Chakotay. Ich liebe Michael. Aber ich liebe auch Sie. Bitte lassen Sie mir etwas Zeit.“ 
Er sah die Verzweiflung in ihren Augen und nahm sie in die Arme, streichelte ihr beruhigend über den Rücken. 
Sie schmiegte sich an ihn. 
„Ich werde dir so viel Zeit lassen, wie du willst.“ 
Dann küsste er sie nochmal kurz auf den Mund und verließ dann ihren Bereitschaftsraum. 
„Danke,“ flüsterte Kathryn ihm hinterher. 

Am Abend saß Kathryn in Sullivans allein in einer Ecke und dachte darüber nach, was heute Morgen im Bereitschaftsraum geschehen war. 
Seit dem Kuss spielten ihre Gefühle völlig verrückt. 
Was soll ich nur tun? Ich liebe beide. Verdammt, es ist alles so verwirrend. 
„Captain?“ 
Die Stimme durchbrach ihre Gedanken. 
Sie hob den Kopf und sah den Doctor vor sich stehen. 
Genervt fragte sie: „Was kann ich für Sie tun Doctor?“ 
„Captain, ich habe Sie beobachtet. Irgendwas scheint sie zu belasten. Wollen sie darüber reden?“ 
Die Sanftheit seiner Worte ließ sie verstehen das er ihr diesesmal keinen Vortrag halten wollte, sondern ihr nur zuhören wollte. 
Sie nickte und er setzte sich. 
„Also Captain, was bedrückt Sie so sehr?“ 
Er sprach leise und sanft, wollte sie nicht drängen, da er wusste das ihr geistiger Zustand momentan nicht sehr stabil war. 
Da Kathryn unbedingt mit jemanden über den Vorfall reden wollte, beichtete sie es ihm. 
„Ich habe heute morgen im Bereitschaftsraum Chakotay geküsst.“ 
Sie sprach ebenfalls leise. 
Als er ihre Worte verstanden hatte, starrte er sie kurz an. 

Was sollte das denn jetzt schon wieder? 
Erst, nach Gerüchten zufolge, Chakotay, dann Michael und jetzt wieder Chakotay. 
„Ich dachte Sie lieben Michael.“ 
„Das dachte ich auch. Aber momentan weiß ich nicht mehr was ich denken soll.“ 
Ihre Stimme hatte einen verzweifelten Ton in sich, der ihn verstehen ließ, dass sie momentan selbst nicht wusste, wen sie liebte. 
„Wen lieben Sie ärger?“ fragte der Doc. 
„Das weiß ich nicht. Ich liebe Michael, aber ich liebe auch Chakotay....ich weiß einfach nicht was ich machen soll.“ 
„Sich entscheiden, Sie müssen sich entscheiden. Wer von beiden kann ihnen mehr geben. Mehr Liebe, Vertrautheit, Geborgenheit, Verständnis, Liebe. Michael, ...“, er zeigte auf Michael, “....oder Chakotay.“ Er deutete auf Chakotay der mit Tom an der Bar stand und sich mit ihm unterhielt. 
„Wenn das nur so einfach wäre,“ meinte Kathryn, stand auf und ging nach draußen. 
Der Doctor blieb sitzen, er wusste das es jetzt nicht klug war ihr zu folgen. 
Sie musste mit ihren Gefühle selbst klarkommen und sich entscheiden mit wem sie zusammen sein wollte. 
Er konnte ihr dabei nicht helfen. 

Chakotay, der gesehen hatte das Kathryn rausgegangen war wollte ihr folgen. 
Doch Tom hielt ihn am Arm fest. 
„Sie sollten ihr nicht folgen Chakotay. Lassen Sie sie erstmal mit ihren Gefühlen allein.“ 
„Ich will ihr nur helfen.“ 
Mit diesen Worten machte Chakotay seinen Arm frei und ging hinaus. 
Er sah Kathryn die Straße hinunterlaufen und ging ihr nach. 
Kathryn hatte sie Schritte gehört und drehte sich um. 
„Chakotay.“ 
“Kathryn, alles in Ordnung mit ihnen?“ fragte er. 
„Klar geht es mir gut. Ich liebe momentan 2 Männer, das ganze Schiff weiß das mit Michael. Der Doc hält mir ständig Vorträge. Ich muss schon sagen, momentan geht es mir so gut wie noch nie.“ 
„Tut mir leid Kathryn. Ich meinte das nicht so.“ 
„Ich weiß, tut mir leid, dass ich sie so angefahren habe. Aber es ist schwer sich zu entscheiden. Michael hat Charaktereigenschaften, die ich gut finde und die Sie nicht haben. Sie haben Eigenschaften die Michael nicht hat. Und das schlimmste daran ist, dass ich die Eigenschaften die Michael nicht hat einfach hinzufügen kann. Und Plopp, er ist der Traummann, den ich mir immer gewünscht habe.“ 
Chakotay sagte nichts und hörte ihr nur zu. 
Dann meinte er: „Kathryn......“ 
Sie unterbrach ihn: „Sagen sie nichts Chakotay. Ich bin momentan nur ziemlich verwirrt. Egal für wen ich mich entscheide, einen verletze ich. Wenn ich mich für Michael entscheide, verletzte ich Sie. Andersherum das gleiche. Ich weiß einfach nicht was ich tun soll.“ 
Sie klang bedrückt, wie Chakotay fand. 
Er trat einen Schritt auf sie zu und nahm ihre Hände in seine. 
„Kathryn, wenn Sie sich für Michael entscheiden, dann verspreche ich ihnen das ich trotzdem immer für Sie da sein werde und immer noch ihr bester Freund bin. Ich werde mich wegen dieser Entscheidung nicht von ihnen abwenden.“ 
„Danke Chakotay. Danke für alles.“ 
Kathryn lächelte ihn nochmal kurz an und verließ dann das Holodeck. 

Später in Kathryns Quartier. 
Kathryn saß in einem Sessel mit einer Kaffeetasse in der Hand und überlegte für wen sie sich entscheiden sollte. 
Chakotay oder Michael. 
Wer von beiden war immer für sie dagewesen? 
Mit wem konnte sie mehr lachen und mit wem hatte sie mehr Spaß? 
Mit wem von beiden konnte sie sich über die Probleme auf dem Schiff unterhalten? 
Wer hatte sie öfter zum Lachen gebracht, wenn es ihr schlecht ging, wer hatte sich mehr um sie gekümmert? 
Wer konnte ihr mehr Liebe geben? 
Kathryn überlegte eine Weile, bis ihr klar wurde, dass sie die Antworten darauf eigentlich gar nicht brauchte. 
Die Antworten waren klar und sie wusste sie. 
Sie lagen bereits seit 6 Jahren vor ihren Augen. 
Von dieser Eingestehung getrieben folgte sie ihrem Herzen und stand auf. 
Kathryn ging aus ihrem Quartier und betätigte den Türmelder von Chakotays Quartier. 
Als ein Herein von innen kam öffneten sich die Türen und sie trat ein. 
Chakotay saß mit einer hellbraunen Hose und einem schwarzen Hemd in einem Sessel und schaute sie verwundert an als sie eingetreten war. 
Er hatte nicht erwartet das sie zu ihm kommen würde. 
„Kathryn, was ist los?“ fragte er und stand auf. 
Kathryn schaute ihn lange Zeit nur an, dann sagte sie: „Ich habe mich entschieden. Mir wurde klar das Michael eigentlich nur eine Kopie von dir war. Auch wenn er andere Eigenschaften hatte, er war dir ziemlich ähnlich. Außerdem muss ich der Wahrheit ins Gesicht sehen. Michael ist ein Hologramm und wird nie real sein. Du schon. Und deswegen habe ich auf mein Herz gehört, und das hat mir gesagt das ich dich liebe. Und das stimmt auch. Ich habe meine Gefühle nur immer unterdrückt. Weil ich mich an die Protokolle halten wollte und weil ich Angst hatte die Kontrolle zu verlieren. Ich will meine Gefühle nicht mehr unterdrücken... Ich liebe dich Chakotay.“ 
Chakotay, der noch etwas überrumpelt von dem Geständnis war sagte erst gar nichts. 
Dann ging er auf Kathryn zu, nahm sie in die Arme und küsste sie. 
  

-ENDE-


Eigentlich wollte ich das Ende anders schreiben, es gefällt mir nicht besonders da Kathryn die Entscheidung sich zu entscheiden so leichtgefallen ist. Aber leider ist mir nichts anderes eingefallen.